Antifa in die Offensive!

Beteilige dich an dem Protest und komme zum Treffpunkt für eine gemeinsame Anreise!

Demonstration: Antifa in die Offensive!
Sa. 16.06.2018 | 18:00 Uhr | Bf. Bremen-Farge | Bremen

Treffpunkt:
Sa. 16.06.2018 | 15:45 Uhr | Ticketautomaten | Gleis 2 | Bf. | Wildeshausen

Antifa in die Offensive!
Neonazis outen und bekämpfen!
Es gibt kein ruhiges Hinterland! Fight racism!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf des „Antifa Ensemble Nord“:

„Keine Homezone den Faschos!

Am 16.6.2018 wollen wir erneut ein Zeichen gegen Nazis in Bremen-Nord setzen. Diesesmal ziehen wir durch einen der endlegensten Stadtteile Bremens. Bekannt ist der Startpunkt unserer Demo, Bremen-Farge, für eine AFD-Wahlquote von 17,3% und den Bunker-Valentin, eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus, die schon mehrfach mit rechten Parolen beschmiert wurde.

Zuletzt machte Bremen-Nord durch eine Razzia bei einem Rechtsterroristen Schlagzeilen. Bei diesem wurde eine Abschussliste mit politischen Gegnern, darunter Genossen aus Göttingen und Northeim, gefunden. Weiterhin bemühte sich das Netzwerk, welches sich selbst Nordadler nennt, um Sprengstoff und Waffen.

Spricht man über Nazistrukturen im Bremer Norden, ist es wichtig die Farge Ultras zu nennen. Diese sind in den Bremer Nazi- und Hooliganstrukturen gut vernetzt. Sie prägen durch Sticker und schlechte Graffitis das Bild dieses Stadtteils. Trotz eines Auftrittsverbots bei den Spielen sind immer noch Mitglieder der Gruppe im Verein und Vorstand des TSV Farge Rekums aktiv.

Wieder kam es in Bremen-Nord zu Übergriffen. Diesmal wurde ein junger Genosse verfolgt und bedroht.

Fahrt mit uns aufs Dorf und lasst uns diesen Zuständen den Kampf ansagen.

Antifa in die Offensive!“

Gegen den 10. „Tag der deutschen Zukunft“ in Goslar!

Beteilige dich an dem Protest!

Aktionen: Gegen den 10. „Tag der deutschen Zukunft“ in Goslar!
Sa. 02.06.2018 | ganztags | überall | Goslar
Weitere Informationen findest du hier.

Keine Zukunft für Nazis!
Neonazis outen und bekämpfen!
Es gibt kein ruhiges Hinterland! Fight racism!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf des Bündnisses „No TddZ 2018“ gegen den 10. „Tag der deutschen Zukunft“ in Goslar:

„Am 2.6.2018 wollen sich in Goslar Neonazis aus ganz Deutschland und darüber hinaus unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft – Unser Signal gegen Überfremdung“ versammeln, um ihre menschenverachtende Ideologie auf die Straße zu tragen. Bereits zum 10. Mal rufen ost- und westdeutsche Neonazis zum jährlichen Tag der deutschen Zukunft (TddZ) auf, eine Kampagne die mit der Demonstration im Juni in einer ausgewählten Stadt ihren Abschluss findet. Unser klares Ziel ist es den TddZ in Goslar zu verhindern!

Neonazistische Umtriebe in und um Goslar

Zum Abschluss des Aufmarsches 2017 in Karlsruhe wurde das TddZ-Banner an das mittlerweile aufgelöste „Kollektiv Nordharz“ überreicht. Es wurde verkündet, dass das 10-jährige Jubiläum des jährlichen Naziaufmarsches in der „Reichsbauernstadt“ Goslar stattfinden soll. Der Grund für die Wahl Goslars liegt in den guten Verbindungen der Nordharzer Kameradschaftsstrukturen zur Neonaziszene in ganz Deutschland. Auch bundesweit regelmäßig auffallende
Akteure in und um Goslar sind etwa Joost Nolte, Carsten Dicty, Jan Derks, Dominik Brandes, Christoph Moldehnke und Ulf Ringleb, die alle Mitglieder des Kollektiv Nordharz waren und nun im neuen „Großkreisverband Südostniedersachsen“ der Kleinstpartei „Die Rechte“ aktiv sind. Dieser lokale Parteiableger wurde im Januar 2018 in Bad Harzburg gegründet und übernimmt die Organisation des TddZ in Goslar. Mit der Neugründung scheinen die Nazis
ein staatliches Verbot ihrer früheren, kameradschaftsähnlichen Strukturen präventiv verhindert zu haben; mit dem Eintritt in „Die Rechte“ wählten die Harzer Neonazis damit ein Vorgehen, das ihre Dortmunder „Kameraden“, unter anderem Gastgeber des TddZ 2016, in ihrem Sinne erfolgreich genutzt hatten. Goslar ist schon seit einigen Jahren Anlaufpunkt der südniedersächsischen Neonaziszene. So fielen Mitglieder des Kollektiv Nordharz 2017 in Goslar vor allem durch ihre Unterstützung von NPD-Wahlkampfständen auf, wobei anschließende Einschüchterungs- und Verfolgungsversuchen gegenüber Antifaschist*innen nicht ausblieben. Neben den gemeinsamen Veranstaltungen mit Mitgliedern des „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ – nun „Volksbewegung Niedersachsen“ – suchen Mitglieder des Kollektiv Nordharz die aktive Vernetzung mit neonazistischen und rechtsradikalen Gruppierungen und Parteien. Sie waren beispielsweise auf dem thüringischen Eichsfeldtag 2017 präsent, warben auf den letztjährigen Rechtsrockkonzerten in Themar für die Teilnahme am kommenden TddZ und präsentierten sich in vorderster Reihe beim Naziaufmarsch zum 30. Todestag des verurteilten NS–Kriegsverbrechers Rudolf Heß. Das Ziel ihrer teils prominenten Auftritte ist offensichtlich: Die Nordharzer Menschenfeinde wollen am 2. Juni 2018 aus ganz Deutschland Neonazis nach Goslar mobilisieren, um an diesem Tag gemeinsam ihre neonazistische Ideologie auf die Straße zu tragen. Auch vor Ort erhoffen sie sich einen politischen Nutzen aus ihrer Mobilisierung. Die lokalen Nazistrukturen, die sich vor einigen Jahren noch selbst als „Festung Harz“ deklarierten, sollen gestärkt werden, wobei vor allem auf die Mobilisierungsfähigkeit des 10-jährigen Jubiläums gepocht wird. Wie ernst sich die lokalen Nazis in Goslar bezüglich ihrer Rolle rund um den TddZ nehmen, lässt sich an ihren beständigen Mobilisierungsversuchen mit Hilfe von Ständen und Flyeraktionen auf diversen Veranstaltungen erkennen. Gleichzeitig versuchten sie bereits zweimal, wenn auch eher unbeholfen, lokale Veranstaltungen des Bündnis gegen Rechts (BGR) in Goslar zu stören, auf denen erste Planungen für eine No-TddZ-Kampagne erarbeitet wurden.

Warum wir den TddZ verhindern wollen
Nicht erst seit den Bundestagswahlen im vergangenen September ist in Deutschland eine Stärkung völkisch-nationalistischer, antifeministischer und rassistischer Kräfte deutlich zu erkennen. Es sind Akteure der Neuen Rechten und natürlich die AfD, denen es derzeit gelingt, ihr nationalistisch und rassistisch geprägtes Weltbild in die Mitte der Gesellschaft zu transportieren. Sie können dabei auf eine extrem rechte Straßenbewegung bauen, die bereits vor vier Jahren mit den teils erfolgreichen
HOGESA- oder PEGIDA-Aufmärschen die Notwendigkeit eines breiten antifaschistischen Widerstandes klar erkennbar werden ließ. Zwar profitieren neonazistische Gruppierungen und gerade Parteien nicht von dem gegenwärtigen Rechtsruck; jenseits bestimmter Regionen, in denen sie ohnehin subkulturell und im Alltag stark verankert sind, bleibt ein besonderer Zulauf aus. Doch die derzeit erfolgreichen Diskursstrategien von AfD und Co. erweitern ihre Handlungsspielräume. Mit dem Verschieben des Sagbaren nach Rechts wird die ohnehin (potenziell) tödliche Gewalt von Neonazis noch mehr toleriert und sie selbst zu ihren Taten weiter ermutigt. Denn gerade die neonazistischen Organisationen sind es, die den Faschismus als Ideologie verinnerlicht haben und dessen gewaltsame Umsetzung vertreten. Neben dem extrem völkischen Nationalismus umfasst diese Ideologie vor allem auch den Wunsch nach Terror gegen jene, die aufgrund von Nationalität, Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung oder körperlicher Verfassung nicht in ihr Weltbild passen und gegen diejenigen, die sich aktiv und konsequent für eine emanzipatorische Gesellschaft und gegen die Verbreitung solcher faschistischer Ideologien einsetzen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass in den vergangenen Jahren nicht nur ein kontinuierlicher Anstieg rassistischer Hetze, sondern auch von körperlichen Angriffen zu erkennen ist. Der Nährboden dieser Hetze ist dabei die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus. Rechte Strömungen schüren die permanenten Abstiegsängste, indem sie eine soziale Konkurrenz jener befeuern, die von dieser Krise am Meisten betroffen sind. Dabei wird nach Schuldigen gesucht, die als Erklärung für eine weiter anwachsende Kluft zwischen Arm und Reich, die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes oder der sich verstärkenden Wohnungsnot herhalten müssen. Gefunden werden diese Schuldigen in den Bevölkerungsgruppen von Migrant*innen und Geflüchteten, die von völkisch-nationalistischen Bewegungen als die „äußeren Feinde“ der deutschen Bevölkerung ausgemacht werden. Seit 2014 lässt sich daher eine Kontinuität der rassistischen Hetze und eine Zunahme an körperlichen und verbalen Angriffen auf Migrant*innen in allen bundesdeutschen Orten und Städten feststellen. Gleichzeitig kommt es in immer kürzeren Abständen zu Angriffen auf zentrale Aufnahmestellen oder Unterkünfte von Geflüchteten, bei denen zum Teil das Leben der Bewohner*innen durch das Legen von Bränden oder durch das Eindringen in die Gebäude und Anwendung roher Gewalt gefährdet wurde. 2015 Heidenau und Freital, 2016 Bautzen, 2018 Wurzen und Cottbus – diese Progrome und rechten Mobilisierungen, die in einer Tradition von Rostock-Lichtenhagen, Mölln oder Hoyerswerda stehen, sind nur einige wenige Beispiele, die verdeutlichen, welche Ausmaße diese Hetze und Gewalt bereits angenommen hat. Zum Tag der deutschen Zukunft wollen sich nun jene faschistischen Organisationen treffen, für die die rechten Gewalttaten der letzten Jahre nur einen Beginn in der Sehnsucht nach der Vernichtung des „Feindes“ darstellen. Sie sind es, die in Goslar gemeinsam ihre vermeintliche Stärke demonstrieren wollen. Mobilisiert wird dabei in unterschiedliche neonazistische Strömungen in ganz Deutschland. Hier treffen sogenannte Freie Kräfte oder Freie Kameradschaften auf Mitglieder rechtsradikaler Parteien, wie „Der Dritte Weg“, „Die Rechte“ und auch der NPD aufeinander. Im Vordergrund der gemeinsamen Abschlussdemo der TddZ-Kampagne steht vor allem das Netzwerken aller Beteiligten untereinander. Zu welchen Taten neonazistische Netzwerke fähig sein können, lässt sich am Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) aufzeigen, der zwischen 2000 bis 2007 insgesamt neun Menschen ermordete. Dass gerade der TddZ ein Ort der Vernetzung des rechten Terrors ist, zeigte sich 2016 in Dortmund. Der in Kameradschafts- und NPD-Kreisen allseits bekannte und umtriebige Funktionär Thorsten Heise traf sich im Rahmen des Aufmarschs mit britischen Combat 18-Aktivisten – also mit Vertretern jener international agierenden Terrororganisation, die auch in Deutschland trotz staatlichem Verbot wieder Fuß fasst.Wir stellen uns gegen jedwede neonazistische und faschistische Ideologie! Mit der alltäglichen und oftmals unwidersprochenen rassistischen Hetze muss einfür alle Mal Schluss sein!

Keine Zukunft für Nazis!
Wir werden uns in Goslar den Neonazis mit ihrer menschenfeindlichen Ideologie entgegenstellen und verhindern, dass sie am 2. Juni marschieren werden. Denn wir haben die Chance, einen der letzten bundesweit relevanten Neonaziaufmärsche auf den Trümmerhaufen der Geschichte zu verfrachten. Wir werden das große Netzwerktreffen der rassistischen Täter und NS-Verherrlicher zu ihrer größten Misere gestalten. Wir begegnen der Drohkulisse, die von den Teilnehmenden des TddZ gegen Migrant*innen und Geflüchte aufgebaut wird, mit einem klaren Signal: Kein Fußbreit der neonazistischen und faschistischen Ideologie! An diesem Tag wird ein breites gesellschaftliches Bündnis zeigen, was es von dem Vorhaben der Nazis hält. Wir zeigen uns solidarisch mit allen Aktionsformen, die dazu beitragen den TddZ zu verhindern. Es gilt den Neonazis das Leben so schwer wie nur möglich zu machen.

Für eine grenzenlose Solidarität und eine emanzipatorische Gesellschaft! Kommt mit uns am 2. Juni auf die Straße und lasst uns gemeinsam den „Tag der deutschen Zukunft“ verhindern!

Rechten „Frauenmarsch“ stoppen!

Beteilige dich an dem Protest und komme zum Treffpunkt für eine gemeinsame Anreise!

Demonstration: Rechten „Frauenmarsch“ stoppen!
So. 05.05.2018 | 12:30 Uhr | Bf. | Delmenhorst
Weitere Informationen findest du hier.

Treffpunkt:
So. 05.05.2018 | 11:45 Uhr | Ticketautomaten | Gleis 2 | Bf. | Wildeshausen

Rassistischen Frauenmarsch stoppen!
Gewalt gegen Frauen* kennt keine Herkunft!
Unser Queer-Feminismus ist Antirassistisch!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf des Bündnisses „Rechten „Frauenmarsch“ stoppen!“:

DELMENHORST | BAHNHOF | 5. MAI 2018 | 12:30 UHR

Am Samstag, den 05. Mai, wollen diverse rechte Akteure in Delmenhorst mit einem sogenannten „Frauenmarsch“ sexistische Gewalt an Frauen* für ihre rassistische Hetze instrumentalisieren. In sozialen Medien rufen Funktionär*innen der Alternative für Deutschland (AfD) und der Identitären Bewegung (IB) zu der Demonstration auf.

Unter anderem haben ihr Kommen angekündigt:
Gerhard Vierfuß aus Oldenburg, Rechtsanwalt verschiedener neofaschistischer Gruppierungen und Einzelpersonen; Alexander Tassis aus Bremen, AfD-Funktionär und Sympathisant der IB; Leyla Bilge, Organisatorin vom sogenannten „Frauenmarsch“ in Berlin.

In den vergangenen Monaten konnten vergleichbare rechte Mobilisierungsstrategien, wie zum Beispiel in Bremen und Kandel verfolgt werden, die zum Teil bundesweit für Schlagzeilen sorgten. Die als bürgerliche „Trauermärsche“ inszenierten Demonstrationen konnte teilweise ein breites Spektrum an Menschenfeinden – von AfD-nahen „besorgten Bürgern“, Neofaschisten der „Identitären Bewegung“ bis hin zu organisierten Neonazis – mobilisiert werden. In Kandel wurde dabei eine Mobilisierung von ca. 3000 Menschen durch die Rechten erreicht. Dabei schafften sie ein Klima der Angst für alle Menschen, die nicht in ihr völkisches und nationalistisches Weltbild passen. Die Strategie dahinter ist eindeutig: Schreckliche Verbrechen werden rassistisch umgedeutet und die Trauer um die Opfer wird instrumentalisiert, um Fans von Abschottung und Ausgrenzung aller Couleur gemeinsam auf die Straße zu bringen. Dazu dient auch die Inszenierung eines heuchlerischen „Feminismus von rechts“, in dem sexualisierte und patriarchale Gewalt als „Importware“ dargestellt und für rassistische Hetze instrumentalisiert wird.
Es geht Ihnen nicht um den Schutz der Menschen vor Gewalt. Wenn Rassist*innen ein Bild zeichnen, in dem das angeblich einheitliche und feministische Europa von dem angeblich unaufgeklärten Rest der Welt bedroht wird, so ist das schlichtweg falsch. Gewalt gegen Frauen*, wird immer noch Großteils im familiären Umfeld ausgeübt. Somit ist diese Instrumentalisierung von Gewalt gegen Frauen* seitens der Rechten in Delmenhorst nicht nur rassistisch, sondern auch eine nicht hinnehmbare Missachtung der Opfer patriarchaler und sexualisierter Gewalt.

Seit langer Zeit ist dies der erste Versuch von reaktionären Akteuren im Oldenburger Raum eine Demonstration zu organisieren. Deshalb rufen wir dazu auf, diesen rechten „Frauenmarsch“ zu stoppen und der rassistisch-sexistischen Hetze entgegen zu treten! Zeigen wir, dass wir Versuche rechter Mobilisierung nicht ohne Widerstand hinnehmen werden!

Solidarität statt Hetze!
Neofaschistischen „Frauenmarsch“ blockieren!
Für eine Gesellschaft, in der alle ohne Angst leben können!

Autonomer 1. Mai 2018 in Oldenburg

Beteilige dich an dem Protest und komme zum anschließenden Straßenfest!

Gegen Ausbeutung, Diskriminierung und Zwang – für eine freie Gesellschaft ohne Statt, Nation und Kapital!

Demonstration: Utopien – leben | erkämpfen | verteidigen
Di. 01.05.2018 | 13:00 Uhr | Donnerschweer Str./Milchstraße | Oldenburg
Weitere Informationen findest du hier.

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] dokumentiert einen Aufruf des „Alhambra Oldenburg“:

Utopien
leben | erkämpfen | verteidigen

Warum Utopien?
Es mag realitätsfern und hochtrabend klingen, von Utopien zu reden. Utopia als ideeller gedanklicher Zufluchtsort dessen Umsetzung scheitern muss. Und doch gerade im Angesicht der aktuellen lokalen und globalen Entwicklungen, den sicht- und vor allem hörbaren Rechtsruck in der Gesellschaft, der Entsolidarisierung und der zunehmenden Rücksichtslosigkeit gegenüber Geflüchteten, Wohnungslosen, Trans*personen oder anderen marginalisierten, nicht einer vermeintlichen Norm entsprechenden Personen, scheint nur noch eine dystopische Zukunft denkbar. Massenüberwachung, digitale Auswertung von persönlichen Daten, eine Digitalisierung der Kriegsführung nehmen beängstigende Züge an. Daher ist es gerade nun wichtig, aufzustehen und sich für utopische Gesellschaftsordnungen einzusetzen, Freiräume und Errungenschaften nicht nur zu verteidigen, sondern auszuweiten und ein solidarisches Miteinander mit Leben zu füllen.

Lasst uns den dystopischen Visionen positive Bilder entgegenstellen!

In der syrischen Region Rojava zum Beispiel entwickelt und lebt die ansässige Bevölkerung eine solidarische Gesellschaft, basierend auf dem Konzept des Demokratischen Konförderalismus. Der Aufbau dieser lokalen Utopie wird konstant von nationalistischen, fundamentalistischen und autoritären Kräften unter anderem aus Syrien und der Türkei angegriffen. Von Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika im Stich gelassen, bleibt der Bevölkerung alleine die militante Verteidigung ihrer Gesellschaft.

Militant erkämpft und verteidigt wurden in Deutschland insbesondere in den 70er bis 80er Jahren linke selbstorganisierte Zentren. Leerstehende Häuser wurden besetzt und Freiräume geschaffen um sie mit emanzipatorischer Praxis zu füllen. Hier konnten und können bis heute verschiedene Konzepte durchdacht, erprobt und gelebt werden. An diesen Orten wird sich unter anderem in Theorie und Praxis mit linker Politik, Solidarität, gesellschaftlichen Machtstrukturen und vielem mehr auseinandergesetzt.

Seit den G20-Protesten im Juli 2017 in Hamburg sind viele linke Zentren massiver Repression ausgesetzt. Der auch durch die Öffentlichkeit unterstützte und legitimierte Hass auf linke Bewegungen motiviert Polizei, Kommunen und Staat zu einem harten Durchgreifen, sei es mittels Durchsuchungen von Privathäusern und Zentren, Räumungsandrohungen, der Streichung von Geldern für solidarische Arbeit und dem Verbot von indymedia.linksunten. Parallel dazu läuft die Militarisierung der Polizei auf Hochtouren, Pfefferspray, CS-Gas und Wasserwerfereinsatz bei Minusgraden gehört noch zum „charmanten“ Repertoire der Demobegleitung. Auch das Sondereinsatzkommando (SEK), bewaffnet mit Maschinengewehren und trainiert für die Aufstandsbekämpfung, wird vermehrt zur Einschüchterung eingesetzt. Verschärfungen in der Gesetzgebung, Utopien leben | erkämpfen | verteidigen sowie die Gleichsetzung von legitimen Demonstrationen mit gewaltbereiten Hooligan- Aufmärschen diskreditieren politische Meinungsäußerung und kriminalisieren politisch Aktive. Der Einsatz von körperlicher Gewalt und vorsätzlicher Körperverletzung durch Bereitschaftspolizei und Sondereinheiten (z.B. BFE) sowie die darauf folgende Verhaftung zum Teil schwerverletzter Demonstrant*innen gehört heutzutage ebenfalls zum linkspolitischen Alltag. Allein die Anwesenheit bei einer politischen Demonstration kann mehrere Monate Gefängnis bedeuten, ohne das eine individuelle Handlung nachgewiesen werden muss.

Und wo wir schon bei repressiver Staatsgewalt sind…
Die Urteilsverkündung des NSU-Prozesses nähert sich. Auf der Anklagebank sitzen Beate Zschäpe und andere Täter aus dem Umfeld des nationalsozialistischen Untergrundes. Dort fehlen jedoch diejenigen in Staat und Institutionen, wie bspw. Innenministerien, Verfassungsschutz und Polizei, die durch gezieltes Wegschauen, finanzieren über V-Leute, rassistische Untersuchungspraktiken, auch nachträgliche Vernichtung von Beweismitteln, Verschleierung und vielen weiteren Anzeichen von institutionellen Rassismus diese Taten ermöglichten. Daran hat sich auch heute – mehr als 6 Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU – nichts geändert.

Geändert hat sich nichts an der Tendenz zur Abschottung in der Festung Europa. Über die Verschärfung des Asylrechts, stärkere Grenzkontrollen nicht nur an den Aussengrenzen Europas, erschwerter Familiennachzug, Abschiebungen in vermeintlich sichere Herkunftsländer, geplante „Rückführungszentren“ zur Inhaftierung, bis hin zur Diffamierung von Geflüchteten als Wohlstandsmigranten; die Richtung der gesellschaftlichen Entwicklung ist beängstigend, macht wütend und erfordert unseren gemeinsamen Widerstand!

Eine lokale Form des Widerstands in dieser kapitalistischen Gesellschaft zeigt sich auch in der Unterstützung und Beratung der migrantischen Fleischarbeiter*innen im südlichen Oldenburger-Raum. Die Ausbeutung und Unterdrückung der Arbeiter*innen betrifft dabei die Nicht-Einhaltung von Arbeitsrecht, rassistische Praktiken der Wohnungsvergabe, sowie der unzureichende Zugang zum Gesundheitssystem, zu Bildung und zum sozialen Leben.

Wir glauben trotz allem daran, dass eine bessere Welt möglich ist.
Aber sie kommt nicht von allein. Steht auf gegen Rassismus, Antisemitismus und Faschismus, werdet laut gegen Homophobie, Trans- und Queerfeindlichkeit! Setzt euch ein gegen sexistische und klassistische Strukturen, bringt euch in solidarische Projekte ein, versucht euch an gemeinsamer Ökonomie! Schließt euch Strukturen an, die den Klimawandel bekämpfen! Es gibt viel zu tun, aber wir schaffen es nur gemeinsam!

Also werdet aktiv!

Lebt! Kämpft! Verteidigt!

2. Antifaschistische Landpartie gegen das Ludendorffer-Treffen

Beteilige dich an dem Protest und komme zum Treffpunkt für eine gemeinsame Anreise!

Demonstration: 2. Antifaschistische Landpartie gegen das Ludendorffer-Treffen
So. 01.04.2018 | 13:12 Uhr | Bf. | Dorfmark
Weitere Informationen findest du hier.

Treffpunkt:
So. 01.04.2018 | 09:45 Uhr | Ticketautomaten | Gleis 2 | Bf. | Wildeshausen

Für eine antifaschistische Landpartie! Den Ludendorffern Ostern versauen!
Neonazis outen und bekämpfen!
Es gibt kein ruhiges Hinterland! Fight racism!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] dokumentiert einen Aufruf:

Ludendorffer? Offiziell „Bund für Gotterkenntnis“ genannt. Dabei handelt es sich um eine völkische, rassistische und antisemitische Weltanschauungsgemeinschaft. Grundlage dieser Weltanschauung bilden die Schriften von Mathilde Ludendorff, Ehefrau des Hitler-Putsch-Gefährten Erich Ludendorff. Die „Ludendorffer“ sind der Ansicht, dass sich Menschen in „Licht- und Schachtrasse“ einteilen ließen und eine „Rassenmischung zum Volkstod“ führe. Nach ihrer Verschwörungstheorie ist „das deutsche Volk“ durch Kommunismus, Freimaurer- und Christentum „entwurzelt, so dass Juda leichtes Spiel hat“. Die „jüdische Schachtrasse“ schädige über „verjudete christliche Erziehung“ deutsche Kinder. Dagegen müssten die „Lichtrassen“ mit ihrem „Recht des Stärkeren“ vorgehen.
Bei so einem offenen Antisemitismus und Rassismus verwundert es nicht, dass die Treffen der Ludendorffer auch als Vernetzungstreffen zwischen verschiedenen Strömungen der extremen Rechten dienen. So besuchten in den letzten Jahren Neonazis wie die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck oder Steffen Hupka die Veranstaltung in Dorfmark, aber auch Mitglieder der NPD, der „Artgemeinschaft“ und der „Reichsbürger“. Außerdem bestehen Zusammenhänge zwischen der „Identitären Bewegung“ und den Ludendorffern.

Dorfmark? Seit mehr als 35 Jahren trifft sich der „Bund für Gotterkenntnis“ alljährlich im niedersächsischen Dorfmark. Dies ist möglich, weil die Ludendorffer vom Gasthaus „Zur Post“, der Pension „Wittenberg“ und einigen Dorfmarker*innen, die privat Zimmer vermieten, beherbergt werden.
Außerdem legte die 1. Antifaschistische Oster-Demonstration 2017 offen, dass es noch weitere Auswüchse der extremen Rechten in Dorfmark gibt: Zwei Dorfmarker*innen hatten etwa 25 vermummte und teilweise bewaffnete Neonazis an ihrem Haus versammelt. Einige Neonazis zündeten Pyrotechnik, andere bedrängten Journalisten. Neben Neonazis aus dem Heidekreis waren aus Südniedersachsen und dem Harz angereiste Mitglieder vom „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ sowie dem „Kollektiv Nordharz“ anwesend.

Für eine antifaschistische Landpartie! Den Ludendorffern Ostern versauen!



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