Seebrücke Wildeshausen

Nutze das Treffen in Wildeshausen. Dort kannst du dich auf den neuesten Stand bringen und eine gemeinsame Anreise besprechen. Beteilige dich an dem Protest und komme zum Treffpunkt für eine gemeinsame Anreise!

Treffen: Seebrücke Wildeshausen

Mi. 08.08.2018 | 18:00 Uhr | Kayserhaus | Wildeshausen

Demonstration: Seebrücke Bremen
So. 12.08.2018 | 13:00 Uhr | Hbf. | Bremen
Weitere Informationen findest du hier.

Treffpunkt:
So. 12.08.2018 | 11:45 Uhr | Ticketautomaten | Gleis 2 | Bf. | Wildeshausen

Seenotrettung ist kein Verbrechen!
Wir für Euch! Solidarität mit den Betroffenen von Repression!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf der „Seebrücke Wildeshausen“:

„Sei auch du Teil der Bewegung und komme zum 1. offenen Planungstreffen für Koordination, Vernetzung und Austausch!

Wann: Mittwoch 08. August um 18:00 Uhr
Wo: Kayserhaus gaststätte, Kleine Straße 18 in Wildeshausen

Wir sind die SEEBRÜCKE!
Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität. Migration ist und war schon immer Teil unserer Gesellschaft! Statt dass die Grenzen dicht gemacht werden, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte, und sichere Häfen.

Die SEEBRÜCKE ist eine internationale Bewegung, getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und fordern von der deutschen und europäischen Politik sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind.

https://seebruecke.org

Hintergrund:
Allein in diesem Jahr sind bisher mehr als 1.500 Menschen im Mittelmeer – ohne die Dunkelziffer zu kennen – nachweislich umgekommen. Seit dem Jahr 2000 sind nach offiziellen Statistiken über 35.000 Menschen an den europäischen Außengrenzen ums Leben gekommen. Dabei werden die Menschen, die schon auf dem Festland z. B. in den Wüsten in Afrika auf der Flucht sterben, nicht gezählt. Die Toten an den Außengrenzen Europas sind eine menschliche, gesellschaftliche und unerträgliche Katastrophe, die vermeidbar ist! Stattdessen kriminalisieren die Regierungen in Europa die Seenotrettung und verstoßen damit gegen geltende Menschenrechtskonvention und moralische Werte, Menschen vom Ertrinken zu retten und sie zum nächst gelegenen sicheren Hafen zu bringen, wo ihnen keine menschenunwürdigen Behandlungen wie Verfolgung, Folter und Versklavung drohen.

Hierzulande findet mittlerweile ein Wettbewerb der Rechten statt, wer die unmenschlichsten Forderungen stellt. Asylgesetzverschärfungen, verweigerte Familienzusammenführungen und Deals mit autokratischen Regierungen in Afrika und in der Türkei zur Verhinderung von Flucht reichen rechten Politiker*innen wie Horst Seehofer nicht mehr. Die Verrohung der politischen Zustände tritt nun offen zutage. Während der italienische Innenminister in faschistischer Sprache von „Menschenfleisch“ faselt, amüsiert sich Horst Seehofer über Abschiebungen an seinem Geburtstag – ohne politische Konsequenzen zu befürchten.

Es reicht! Wir müssen dieser Menschenverachtung offensiv entgegentreten! Macht mit, kommt zum 1. offenen Planungstreffen. Wir sind die SEEBRÜCKE!“

Vehement & solidarisch – Gemeinsam gegen Antifeminismus, Rassismus & Nationalismus

Beteilige dich an dem Protest und komme zum Treffpunkt für eine gemeinsame Anreise!

Demonstration: Vehement & solidarisch – Gemeinsam gegen Antifeminismus, Rassismus & Nationalismus
Sa. 07.07.2018 | 11:00 Uhr | Hbf. | Bremen

Treffpunkt:
So. 07.07.2018 | 09:45 Uhr | Ticketautomaten | Gleis 2 | Bf. | Wildeshausen

Rassistischen Frauenmarsch stoppen!
Gewalt gegen Frauen* kennt keine Herkunft!
Unser Queer-Feminismus ist Antirassistisch!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf des Bündnisses „Bremen gegen Rechts“:

„Drei Monate ist es in etwa her, dass rechte Aktivist_innen um Sybill de Beur angefangen haben sich wöchentlich auf dem Marktplatz zu treffen. Angelehnt an eine bundesweite rechte Mobilisierung unter dem Motto „Kandel ist Überall“ versuchten die rechten Aktivist_innen, anfangs gemeinsam mit der AfD, ihrer rassistischen Hetze Gehör zu verschaffen. Den Höhepunkt der rechten Mobilisierung soll ein Bremer Frauenmarsch am 7.7. darstellen. An diesem Tag wollen die Rechten durchs Bremer Viertel ziehen. Auch wenn die wöchentlichen Kundgebungen, nicht zuletzt aufgrund der großen Gegenmobilisierung von antifaschistischen, feministischen und antirassistischen Aktivist_innen, zur Farce verkam, nehmen wir den geplanten Aufmarsch ernst. Seit Jahren beobachten wir eine Normalisierung rechter und faschistischer Tendenzen. Was vor einigen Jahren – nach langen emanzipatorischen Kämpfen – zumindest öffentlich nicht gesagt werden konnte, gilt mittlerweile wieder als salonfähig, wenn nicht sogar wahlentscheidend. Wenn es eine Lehre aus den letzten Jahren zu ziehen gilt, dann dass es immer noch schlimmer werden kann. Ein Blick über die Grenzen, beispielsweise nach Österreich oder Italien, bietet ein düsteres Bild aus der Zukunft. Dies ist unsere Ausgangslage und der Grund, weshalb wir uns jedem rechten Aufmarsch in den Weg zu stellen. Vehement & solidarisch!

Kandel ist überall, leider…

Die Instrumentalisierung eines Mordfalles für rassistische Hetze von rechten Aktivist_innen ist zwar besonders pietätlos, leider aber nichts Neues. Unter der Parole „Kandel ist Überall“ fordern rechte und rechtsradikale Aktivist_innen Schutz für weiße, deutsche Frauen* und Mädchen* vor sexualisierten Übergriffen und Gewalt. Es geht den Rechten aber nicht um universell gültige Rechte für Frauen* und Mädchen*. Es geht ihnen nicht um die alltägliche sexualisierte Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* in der Schule oder im Sportverein. Es geht nicht um die Dorfdisko oder das Schützenfest. Es geht nicht um die alltäglich Gewalt gegen Frauen und Mädchen in der Familie oder im Großbetrieb. Es geht nicht um die als „Familiendrama“ verharmlosten Morde an Frauen. Einzelne Morde und Gewaltfälle werden rassistisch umgedeutet und für eine politische Agenda instrumentalisiert. Kurzum: Den Rechten geht es nicht um eine grundlegende Kritik patriarchaler Herrschaft und Gewalt. Wer den Schutz von Mädchen* und Frauen* fordert, gesellschaftliche Emanzipationsprozesse jedoch als „Genderwahn“ diskreditiert, entlarvt sich letztendlich selbst. Es geht um ihren Rassismus und die Verdrängung des eigenen Sexismus.

Nationalistischer Feminismus?

Seit den sexuellen Übergriffen auf Frauen* während der sognannten „Kölner Sylvesternacht“ gaben sich plötzlich auch die größten Chauvinist_innen Arschlöcher als Feministen aus.
Ob Rocker, Hooligans, Zuhälter oder urkonservative bzw. reaktionäre Christ*innen und eben auch die AfD: Alle wollten sich plötzlich für den Schutz der weißen, deutschen cis-Frau einsetzen und diese vor dem Zugriff von als „triebgesteuert“ dargestellten „Migrantenmännern“ schützen. Dass das genannte Spektrum mit Feminismus nichts am Hut hat, wird unter anderem beim Blick ins AfD-Wahlprogramm klar. Hier wird eine patriarchale Rollenverteilung propagiert – „Der Mann zur Arbeit“ und „die Frau an den Herd“. Von Emanzipation keine Spur. Das selbe gilt, sobald über Themen wie bspw. sexuelle Selbstbestimmung berichtet wird. Kommentare auf entsprechenden Seiten in sozialen Netzwerken verdeutlichen eine ganz und gar nicht feministische Absicht. Alle eingangs genannten Gruppierungen machen feministische Akteur_innen und deren Kämpfe als ihre gemeinsamen Feindbilder aus, gegen die es sich zu verbünden lohnt. Verbunden im Kampf gegen emanzipatorische Bewegungen rücken politische Differenzen und Grabenkämpfe dann in den Hintergrund. Der antifeministische Backslash ist Bestandteil der nationalistisch grundierten autoritären Formierung der Gesellschaft, die wir derzeit erleben.

Unabhängig davon, ob Sybill de Beur einen Aufmarsch organisiert bekommt, der aus mehr als nur einer Handvoll Rechter besteht, sehen immer mehr Leute ihre Interessen durch eine rassistische und chauvinistische Politik vertreten. Die Anhänger_innenschaft rechter Parteien wächst auch in Bremen. Grund genug am 7. Juli für unseren Feminismus auf die Straße zu gehen – denn dieser ist antirassistisch und antinational!“

Antifa in die Offensive!

Beteilige dich an dem Protest und komme zum Treffpunkt für eine gemeinsame Anreise!

Demonstration: Antifa in die Offensive!
Sa. 16.06.2018 | 18:00 Uhr | Bf. Bremen-Farge | Bremen

Treffpunkt:
Sa. 16.06.2018 | 15:45 Uhr | Ticketautomaten | Gleis 2 | Bf. | Wildeshausen

Antifa in die Offensive!
Neonazis outen und bekämpfen!
Es gibt kein ruhiges Hinterland! Fight racism!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf des „Antifa Ensemble Nord“:

„Keine Homezone den Faschos!

Am 16.6.2018 wollen wir erneut ein Zeichen gegen Nazis in Bremen-Nord setzen. Diesesmal ziehen wir durch einen der endlegensten Stadtteile Bremens. Bekannt ist der Startpunkt unserer Demo, Bremen-Farge, für eine AFD-Wahlquote von 17,3% und den Bunker-Valentin, eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus, die schon mehrfach mit rechten Parolen beschmiert wurde.

Zuletzt machte Bremen-Nord durch eine Razzia bei einem Rechtsterroristen Schlagzeilen. Bei diesem wurde eine Abschussliste mit politischen Gegnern, darunter Genossen aus Göttingen und Northeim, gefunden. Weiterhin bemühte sich das Netzwerk, welches sich selbst Nordadler nennt, um Sprengstoff und Waffen.

Spricht man über Nazistrukturen im Bremer Norden, ist es wichtig die Farge Ultras zu nennen. Diese sind in den Bremer Nazi- und Hooliganstrukturen gut vernetzt. Sie prägen durch Sticker und schlechte Graffitis das Bild dieses Stadtteils. Trotz eines Auftrittsverbots bei den Spielen sind immer noch Mitglieder der Gruppe im Verein und Vorstand des TSV Farge Rekums aktiv.

Wieder kam es in Bremen-Nord zu Übergriffen. Diesmal wurde ein junger Genosse verfolgt und bedroht.

Fahrt mit uns aufs Dorf und lasst uns diesen Zuständen den Kampf ansagen.

Antifa in die Offensive!“

Gegen den 10. „Tag der deutschen Zukunft“ in Goslar!

Beteilige dich an dem Protest!

Aktionen: Gegen den 10. „Tag der deutschen Zukunft“ in Goslar!
Sa. 02.06.2018 | ganztags | überall | Goslar
Weitere Informationen findest du hier.

Keine Zukunft für Nazis!
Neonazis outen und bekämpfen!
Es gibt kein ruhiges Hinterland! Fight racism!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf des Bündnisses „No TddZ 2018“ gegen den 10. „Tag der deutschen Zukunft“ in Goslar:

„Am 2.6.2018 wollen sich in Goslar Neonazis aus ganz Deutschland und darüber hinaus unter dem Motto „Tag der deutschen Zukunft – Unser Signal gegen Überfremdung“ versammeln, um ihre menschenverachtende Ideologie auf die Straße zu tragen. Bereits zum 10. Mal rufen ost- und westdeutsche Neonazis zum jährlichen Tag der deutschen Zukunft (TddZ) auf, eine Kampagne die mit der Demonstration im Juni in einer ausgewählten Stadt ihren Abschluss findet. Unser klares Ziel ist es den TddZ in Goslar zu verhindern!

Neonazistische Umtriebe in und um Goslar

Zum Abschluss des Aufmarsches 2017 in Karlsruhe wurde das TddZ-Banner an das mittlerweile aufgelöste „Kollektiv Nordharz“ überreicht. Es wurde verkündet, dass das 10-jährige Jubiläum des jährlichen Naziaufmarsches in der „Reichsbauernstadt“ Goslar stattfinden soll. Der Grund für die Wahl Goslars liegt in den guten Verbindungen der Nordharzer Kameradschaftsstrukturen zur Neonaziszene in ganz Deutschland. Auch bundesweit regelmäßig auffallende
Akteure in und um Goslar sind etwa Joost Nolte, Carsten Dicty, Jan Derks, Dominik Brandes, Christoph Moldehnke und Ulf Ringleb, die alle Mitglieder des Kollektiv Nordharz waren und nun im neuen „Großkreisverband Südostniedersachsen“ der Kleinstpartei „Die Rechte“ aktiv sind. Dieser lokale Parteiableger wurde im Januar 2018 in Bad Harzburg gegründet und übernimmt die Organisation des TddZ in Goslar. Mit der Neugründung scheinen die Nazis
ein staatliches Verbot ihrer früheren, kameradschaftsähnlichen Strukturen präventiv verhindert zu haben; mit dem Eintritt in „Die Rechte“ wählten die Harzer Neonazis damit ein Vorgehen, das ihre Dortmunder „Kameraden“, unter anderem Gastgeber des TddZ 2016, in ihrem Sinne erfolgreich genutzt hatten. Goslar ist schon seit einigen Jahren Anlaufpunkt der südniedersächsischen Neonaziszene. So fielen Mitglieder des Kollektiv Nordharz 2017 in Goslar vor allem durch ihre Unterstützung von NPD-Wahlkampfständen auf, wobei anschließende Einschüchterungs- und Verfolgungsversuchen gegenüber Antifaschist*innen nicht ausblieben. Neben den gemeinsamen Veranstaltungen mit Mitgliedern des „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ – nun „Volksbewegung Niedersachsen“ – suchen Mitglieder des Kollektiv Nordharz die aktive Vernetzung mit neonazistischen und rechtsradikalen Gruppierungen und Parteien. Sie waren beispielsweise auf dem thüringischen Eichsfeldtag 2017 präsent, warben auf den letztjährigen Rechtsrockkonzerten in Themar für die Teilnahme am kommenden TddZ und präsentierten sich in vorderster Reihe beim Naziaufmarsch zum 30. Todestag des verurteilten NS–Kriegsverbrechers Rudolf Heß. Das Ziel ihrer teils prominenten Auftritte ist offensichtlich: Die Nordharzer Menschenfeinde wollen am 2. Juni 2018 aus ganz Deutschland Neonazis nach Goslar mobilisieren, um an diesem Tag gemeinsam ihre neonazistische Ideologie auf die Straße zu tragen. Auch vor Ort erhoffen sie sich einen politischen Nutzen aus ihrer Mobilisierung. Die lokalen Nazistrukturen, die sich vor einigen Jahren noch selbst als „Festung Harz“ deklarierten, sollen gestärkt werden, wobei vor allem auf die Mobilisierungsfähigkeit des 10-jährigen Jubiläums gepocht wird. Wie ernst sich die lokalen Nazis in Goslar bezüglich ihrer Rolle rund um den TddZ nehmen, lässt sich an ihren beständigen Mobilisierungsversuchen mit Hilfe von Ständen und Flyeraktionen auf diversen Veranstaltungen erkennen. Gleichzeitig versuchten sie bereits zweimal, wenn auch eher unbeholfen, lokale Veranstaltungen des Bündnis gegen Rechts (BGR) in Goslar zu stören, auf denen erste Planungen für eine No-TddZ-Kampagne erarbeitet wurden.

Warum wir den TddZ verhindern wollen
Nicht erst seit den Bundestagswahlen im vergangenen September ist in Deutschland eine Stärkung völkisch-nationalistischer, antifeministischer und rassistischer Kräfte deutlich zu erkennen. Es sind Akteure der Neuen Rechten und natürlich die AfD, denen es derzeit gelingt, ihr nationalistisch und rassistisch geprägtes Weltbild in die Mitte der Gesellschaft zu transportieren. Sie können dabei auf eine extrem rechte Straßenbewegung bauen, die bereits vor vier Jahren mit den teils erfolgreichen
HOGESA- oder PEGIDA-Aufmärschen die Notwendigkeit eines breiten antifaschistischen Widerstandes klar erkennbar werden ließ. Zwar profitieren neonazistische Gruppierungen und gerade Parteien nicht von dem gegenwärtigen Rechtsruck; jenseits bestimmter Regionen, in denen sie ohnehin subkulturell und im Alltag stark verankert sind, bleibt ein besonderer Zulauf aus. Doch die derzeit erfolgreichen Diskursstrategien von AfD und Co. erweitern ihre Handlungsspielräume. Mit dem Verschieben des Sagbaren nach Rechts wird die ohnehin (potenziell) tödliche Gewalt von Neonazis noch mehr toleriert und sie selbst zu ihren Taten weiter ermutigt. Denn gerade die neonazistischen Organisationen sind es, die den Faschismus als Ideologie verinnerlicht haben und dessen gewaltsame Umsetzung vertreten. Neben dem extrem völkischen Nationalismus umfasst diese Ideologie vor allem auch den Wunsch nach Terror gegen jene, die aufgrund von Nationalität, Hautfarbe, Religion, sexueller Orientierung oder körperlicher Verfassung nicht in ihr Weltbild passen und gegen diejenigen, die sich aktiv und konsequent für eine emanzipatorische Gesellschaft und gegen die Verbreitung solcher faschistischer Ideologien einsetzen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass in den vergangenen Jahren nicht nur ein kontinuierlicher Anstieg rassistischer Hetze, sondern auch von körperlichen Angriffen zu erkennen ist. Der Nährboden dieser Hetze ist dabei die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus. Rechte Strömungen schüren die permanenten Abstiegsängste, indem sie eine soziale Konkurrenz jener befeuern, die von dieser Krise am Meisten betroffen sind. Dabei wird nach Schuldigen gesucht, die als Erklärung für eine weiter anwachsende Kluft zwischen Arm und Reich, die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes oder der sich verstärkenden Wohnungsnot herhalten müssen. Gefunden werden diese Schuldigen in den Bevölkerungsgruppen von Migrant*innen und Geflüchteten, die von völkisch-nationalistischen Bewegungen als die „äußeren Feinde“ der deutschen Bevölkerung ausgemacht werden. Seit 2014 lässt sich daher eine Kontinuität der rassistischen Hetze und eine Zunahme an körperlichen und verbalen Angriffen auf Migrant*innen in allen bundesdeutschen Orten und Städten feststellen. Gleichzeitig kommt es in immer kürzeren Abständen zu Angriffen auf zentrale Aufnahmestellen oder Unterkünfte von Geflüchteten, bei denen zum Teil das Leben der Bewohner*innen durch das Legen von Bränden oder durch das Eindringen in die Gebäude und Anwendung roher Gewalt gefährdet wurde. 2015 Heidenau und Freital, 2016 Bautzen, 2018 Wurzen und Cottbus – diese Progrome und rechten Mobilisierungen, die in einer Tradition von Rostock-Lichtenhagen, Mölln oder Hoyerswerda stehen, sind nur einige wenige Beispiele, die verdeutlichen, welche Ausmaße diese Hetze und Gewalt bereits angenommen hat. Zum Tag der deutschen Zukunft wollen sich nun jene faschistischen Organisationen treffen, für die die rechten Gewalttaten der letzten Jahre nur einen Beginn in der Sehnsucht nach der Vernichtung des „Feindes“ darstellen. Sie sind es, die in Goslar gemeinsam ihre vermeintliche Stärke demonstrieren wollen. Mobilisiert wird dabei in unterschiedliche neonazistische Strömungen in ganz Deutschland. Hier treffen sogenannte Freie Kräfte oder Freie Kameradschaften auf Mitglieder rechtsradikaler Parteien, wie „Der Dritte Weg“, „Die Rechte“ und auch der NPD aufeinander. Im Vordergrund der gemeinsamen Abschlussdemo der TddZ-Kampagne steht vor allem das Netzwerken aller Beteiligten untereinander. Zu welchen Taten neonazistische Netzwerke fähig sein können, lässt sich am Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) aufzeigen, der zwischen 2000 bis 2007 insgesamt neun Menschen ermordete. Dass gerade der TddZ ein Ort der Vernetzung des rechten Terrors ist, zeigte sich 2016 in Dortmund. Der in Kameradschafts- und NPD-Kreisen allseits bekannte und umtriebige Funktionär Thorsten Heise traf sich im Rahmen des Aufmarschs mit britischen Combat 18-Aktivisten – also mit Vertretern jener international agierenden Terrororganisation, die auch in Deutschland trotz staatlichem Verbot wieder Fuß fasst.Wir stellen uns gegen jedwede neonazistische und faschistische Ideologie! Mit der alltäglichen und oftmals unwidersprochenen rassistischen Hetze muss einfür alle Mal Schluss sein!

Keine Zukunft für Nazis!
Wir werden uns in Goslar den Neonazis mit ihrer menschenfeindlichen Ideologie entgegenstellen und verhindern, dass sie am 2. Juni marschieren werden. Denn wir haben die Chance, einen der letzten bundesweit relevanten Neonaziaufmärsche auf den Trümmerhaufen der Geschichte zu verfrachten. Wir werden das große Netzwerktreffen der rassistischen Täter und NS-Verherrlicher zu ihrer größten Misere gestalten. Wir begegnen der Drohkulisse, die von den Teilnehmenden des TddZ gegen Migrant*innen und Geflüchte aufgebaut wird, mit einem klaren Signal: Kein Fußbreit der neonazistischen und faschistischen Ideologie! An diesem Tag wird ein breites gesellschaftliches Bündnis zeigen, was es von dem Vorhaben der Nazis hält. Wir zeigen uns solidarisch mit allen Aktionsformen, die dazu beitragen den TddZ zu verhindern. Es gilt den Neonazis das Leben so schwer wie nur möglich zu machen.

Für eine grenzenlose Solidarität und eine emanzipatorische Gesellschaft! Kommt mit uns am 2. Juni auf die Straße und lasst uns gemeinsam den „Tag der deutschen Zukunft“ verhindern!

Rechten „Frauenmarsch“ stoppen!

Beteilige dich an dem Protest und komme zum Treffpunkt für eine gemeinsame Anreise!

Demonstration: Rechten „Frauenmarsch“ stoppen!
So. 05.05.2018 | 12:30 Uhr | Bf. | Delmenhorst
Weitere Informationen findest du hier.

Treffpunkt:
So. 05.05.2018 | 11:45 Uhr | Ticketautomaten | Gleis 2 | Bf. | Wildeshausen

Rassistischen Frauenmarsch stoppen!
Gewalt gegen Frauen* kennt keine Herkunft!
Unser Queer-Feminismus ist Antirassistisch!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf des Bündnisses „Rechten „Frauenmarsch“ stoppen!“:

DELMENHORST | BAHNHOF | 5. MAI 2018 | 12:30 UHR

Am Samstag, den 05. Mai, wollen diverse rechte Akteure in Delmenhorst mit einem sogenannten „Frauenmarsch“ sexistische Gewalt an Frauen* für ihre rassistische Hetze instrumentalisieren. In sozialen Medien rufen Funktionär*innen der Alternative für Deutschland (AfD) und der Identitären Bewegung (IB) zu der Demonstration auf.

Unter anderem haben ihr Kommen angekündigt:
Gerhard Vierfuß aus Oldenburg, Rechtsanwalt verschiedener neofaschistischer Gruppierungen und Einzelpersonen; Alexander Tassis aus Bremen, AfD-Funktionär und Sympathisant der IB; Leyla Bilge, Organisatorin vom sogenannten „Frauenmarsch“ in Berlin.

In den vergangenen Monaten konnten vergleichbare rechte Mobilisierungsstrategien, wie zum Beispiel in Bremen und Kandel verfolgt werden, die zum Teil bundesweit für Schlagzeilen sorgten. Die als bürgerliche „Trauermärsche“ inszenierten Demonstrationen konnte teilweise ein breites Spektrum an Menschenfeinden – von AfD-nahen „besorgten Bürgern“, Neofaschisten der „Identitären Bewegung“ bis hin zu organisierten Neonazis – mobilisiert werden. In Kandel wurde dabei eine Mobilisierung von ca. 3000 Menschen durch die Rechten erreicht. Dabei schafften sie ein Klima der Angst für alle Menschen, die nicht in ihr völkisches und nationalistisches Weltbild passen. Die Strategie dahinter ist eindeutig: Schreckliche Verbrechen werden rassistisch umgedeutet und die Trauer um die Opfer wird instrumentalisiert, um Fans von Abschottung und Ausgrenzung aller Couleur gemeinsam auf die Straße zu bringen. Dazu dient auch die Inszenierung eines heuchlerischen „Feminismus von rechts“, in dem sexualisierte und patriarchale Gewalt als „Importware“ dargestellt und für rassistische Hetze instrumentalisiert wird.
Es geht Ihnen nicht um den Schutz der Menschen vor Gewalt. Wenn Rassist*innen ein Bild zeichnen, in dem das angeblich einheitliche und feministische Europa von dem angeblich unaufgeklärten Rest der Welt bedroht wird, so ist das schlichtweg falsch. Gewalt gegen Frauen*, wird immer noch Großteils im familiären Umfeld ausgeübt. Somit ist diese Instrumentalisierung von Gewalt gegen Frauen* seitens der Rechten in Delmenhorst nicht nur rassistisch, sondern auch eine nicht hinnehmbare Missachtung der Opfer patriarchaler und sexualisierter Gewalt.

Seit langer Zeit ist dies der erste Versuch von reaktionären Akteuren im Oldenburger Raum eine Demonstration zu organisieren. Deshalb rufen wir dazu auf, diesen rechten „Frauenmarsch“ zu stoppen und der rassistisch-sexistischen Hetze entgegen zu treten! Zeigen wir, dass wir Versuche rechter Mobilisierung nicht ohne Widerstand hinnehmen werden!

Solidarität statt Hetze!
Neofaschistischen „Frauenmarsch“ blockieren!
Für eine Gesellschaft, in der alle ohne Angst leben können!