Archiv für September 2018

United against racism!

Beteilige dich an dem Protest und komme zum Treffpunkt für eine gemeinsame Anreise!

Demonstration/Parade: United against racism!
Sa. 29.09.2018 | 12:00 Uhr | Rathausmarkt | Hamburg
Weitere Informationen findest du hier.

Treffpunkt:
Sa. 29.09.2018 | 08:45 Uhr | Ticketautomaten | Gleis 2 | Bf. | Wildeshausen

Gegen Abschiebung, Ausgrenzung und rechte Hetze –
Für Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte für Alle!
Wir für Euch! Solidarität mit den Betroffenen von Repression!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf der „Welcome united“:

UNITED AGAINST RACISM

Gegen die Lügen!

Die Geschichten, die uns jeden Tag verkündet werden, sind nicht zu ertragen. Sie sind eine Beleidigung und sie sind gelogen. Es wird gesagt, das Problem sind Geflüchtete, während sie im Mittelmeer ertrinken. Es wird gesagt, dass die Grenzen der Integrationsfähigkeit erreicht sind, während ein rassistischer Mob völlig ungeniert im Bundestag und auf der Straße tobt. Es wird ausgerechnet, dass die „Kosten der Integration“ steigen, während uns Sprachkurse und Arbeit verweigert und Unsummen für Abschiebebürokratie und Schikanen ausgegeben werden. Es wird von Gewalt geredet – und währenddessen werden Kinder aus ihren Betten und Schulklassen entführt, um sie in völlig fremde Länder abzuschieben.

Es ist leicht uns zu beschimpfen und auszuschließen, denn viele von uns sind sowieso ganz unten. Wir sind vor Krieg, Hunger, Armut und Elend geflohen. Viele von uns kamen, weil der globale Kapitalismus unsere Leben zerstört hat. Unsere Familien dürfen nicht kommen, weil unsere Liebe und unsere Sehnsucht hier nichts bedeuten. Die Regierung will die Grenzen schließen und uns in neue Lager stecken. Wir wollen ganz sicher kein Mitleid, wir sind Menschen, keine Opfer. Aber wir sagen: Hier zeigt sich, wie demokratisch diese Demokratie ist. Nicht die Boote auf dem Mittelmeer sind eine Gefahr für uns alle, sondern der in ganz Europa tobende und mordende Rassismus.

Das Problem heißt Rassismus!

Im Jahr 2017 sind über 3.000 Menschen auf dem Mittelmeer gestorben oder verschwunden, weil sie Europa erreichen wollten. Ihr Tod war nur eine Kurznachricht wert. Die Namen der Toten bleiben ungenannt. In Deutschland wurden im gleichen Zeitraum 2.200 Angriffe auf Unterkünfte von Geflüchteten gezählt. 180 Mal wurden solidarische Helfer*innen angegriffen. 950 Mal traf es Muslime und muslimische Einrichtungen. 1.453 antisemitische Straftaten wurden registriert. Über 5,5 Millionen Wahlberechtigte wählten bei der letzten Bundestagswahl die offen rassistische AfD. Und wir haben den NSU noch lange nicht vergessen, der jahrelang unbehelligt morden konnte.

Daran denken wir, wenn gesagt wird, Deutschland werde immer gefährlicher. Denn mal ehrlich: Wer sitzt in den Unterkünften und hört, wenn nachts die Scheiben klirren? Wer wird auf der Ausländerbehörde schikaniert? Wer wird in illegalen Jobs und in unbezahlten Praktika ausgebeutet? Wer putzt die Teller, die Toiletten und die Eigenheime? Wer lebt und arbeitet seit Jahrzehnten hier und bleibt doch immer nur „Gast“? Nein, für uns geht keine heile Welt unter, weil die AfD jetzt mit 13% im Bundestag sitzt.

Die Wahrheit geht anders!

Wir stehen jetzt auf. Erneut und nicht zum letzten Mal. Gegen diesen rassistischen Irrsinn, gegen diese verdrehte Welt, gegen diese herzlose Heimat, gegen die eingemauerte Gemeinschaft, gegen die Politik der Ausgrenzung. Wir trennen uns nicht und lassen uns nicht spalten. Ob „Deutscher“ oder „Ausländer“, ob „Flüchtling“ oder „Sachse“, ob aus Dortmund oder Damaskus, ob aus Afrin oder Athen, ob aus Kabul oder Kassel: Das ist uns schon lange egal. Es geht um uns alle. Es geht darum, wie und in welcher Gesellschaft wir miteinander leben wollen.

Wir haben längst angefangen, eine andere Welt zu bauen. Wir haben bei uns begonnen. Unsere Türen stehen offen. Egal woher wir kommen, wir kennen einander, wir haben unsere Telefonnummern, wir sind lebendige Anlaufstellen, sind alle längst Expert*innen und Freund*innen geworden. Mit jeder gemeinsam erledigten Aufgabe und durch gegenseitige Hilfe sammeln wir neue Stärke. Ob bei der Behörde, auf dem Rettungsboot im Mittelmeer, beim Jobcenter, bei der Wohnungsbesichtigung oder in der Schule. Wir werden nicht aufhören, alte und neue Machtstrukturen und das weltweite System des Kolonialismus zu bekämpfen. Wir verteidigen unsere Körper und unsere Würde – gegen Sexismus, Rassismus und jede Art von Gewalt!

Grenzen einreißen!

Was wir miteinander erleben, ist wichtig und groß. „Welcome United“ in Berlin im September 2017 war ein Fest und ein Anfang. Wir haben für unsere Stimme und unsere Rechte demonstriert, aber viel wichtiger noch – wir haben uns selbst neu gefunden: Wer und wie viele wir sein können. Und wir haben gezeigt, dass wir Städte und Viertel, unsere Freund*innen und Nachbarn, Grenzen und Horizonte bewegen können. Lasst uns weitermachen und neu beginnen. Keine Angst mehr. Keine Schreckstarre. Kein Alleinsein. Keine Unterwürfigkeit. Wir gehen auf die Straße, weil wir eine Zukunft wollen. Eine Zukunft für alle.

Darum wollen wir uns wieder versammeln: zu einer großen Parade des Antirassismus und der Solidarität in Hamburg. Es mag die Zeit des Egoismus, der Kälte und des Rassismus sein. Es mag schönere Zeiten geben, aber diese ist unsere. Das, was jetzt passieren muss, hat längst begonnen. Wir sind viele – und viel mehr, als wir denken.

Wir rufen auf zur bundesweiten Demonstration am 29. September in Hamburg.

Kommt alle zur Parade für Teilhabe, gleiche Rechte und Solidarität

We’ll Come United!

In Vechta und anderswo gegen rechte Gewalt!

Beteilige dich an dem Protest und komme zum Treffpunkt für eine gemeinsame Anreise!

Demonstration: In Vechta und anderswo gegen rechte Gewalt!
So. 09.09.2018 | 16:30 Uhr | Europapl. | Vechta

Treffpunkt:
So. 09.09.2018 | 15:45 Uhr | Ticketautomaten | Gleis 1 | Bf. | Wildeshausen

In Vechta und anderswo gegen rechte Gewalt!
Neonazis outen und bekämpfen!
Es gibt kein ruhiges Hinterland! Fight racism!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf:

„In Vechta ereignete sich in der Nacht vom 25. auf den 26. August ein Angriff eines Rechtsextremen auf einen Antifaschisten. Der Rechtsextremist hielt ihm ein Messer an den Hals und sprach Morddrohungen aus. Was uns besonders schockiert, ist, dass dieser rechtsextreme Vorfall in einem in Vechta von der linken Szene anerkannten Etablissement stattfand. Dieser Angriff stellt den derzeitigen Höhepunkt rechtsextremer Gewalt in Vechta dar. Schmierereien, physische und verbale Provokation sowie Übergriff und jetzt ein gezielter Angriff.

Das Erstarken der Rechten sehen wir nicht nur hier in Vechta. Schauen wir nach Chemnitz, sehen wir, mit welchem Selbstverständnis sich die rechte Szene wieder
gewaltbereit zeigt. Die Jagdszenen durch die Straßen von Chemnitz auf Menschen die nicht in das Bild des „Deutschsein“ der Rechten passen erinnern an die
Pogrome vor 26 Jahren in Rostock-Lichtenhagen, bei denen Menschen um ihr Leben bangten. Auch die Vermischung aus Bürgerlichen und rechtsextremen auf der Kundgebung am Folgetag ist erschreckend. Der Rassismus ist längst wieder in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Gründe hierfür brauch mensch nicht lange zu suchen. Der Rassismus hat sich in den letzten Jahren wieder in den
Parlamenten und Köpfen der Menschen breit gemacht.

Rechte Schmierereien in Vechta wurden bisher nur belächelt. Bisherige Übergriffe wurden als Schlägereien heruntergespielt und Rechtsextreme Stammtischparolen á
la AfD werden als Äußerungen besorgter Bürger angesehen. Was passiert als Nächstes?

Wer sich in diesen Zeiten nicht klar gegen den Rechtsruck positioniert stimmt zu und macht sich mitschuldig.

Hiermit ruft NIKA Vechta zum Demonstrationszug durch Vechta auf.Am 09.09.2018 um 16:30 Uhr gehen wir gemeinsam gegen Rechte Gewalt in Vechta auf die Straße!

Beginn: Auf dem Europaplatz in Vechta um 16:30 Uhr.

Wir behalten uns vor Menschen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen und/oder rechtsextremen Strukturen eindeutig zuzuordnen sind, sich sexistisch, rassistisch, antisemitisch, nationalistisch oder auf eine andere Art und Weise menschenverachtend in der Vergangenheit geäußert haben oder während der Veranstaltung äußern von der Versammlung auszuschließen“

Gegen Rechtsruck und Polizeistaat!

Nutze die Informations- und Mobilisierungsveranstaltungen in Oldenburg oder Ganderkesee. Dort kannst du dich auf den neuesten Stand bringen und eine gemeinsame Anreise besprechen. Beteilige dich an Protesten gegen das neue niedersächsische Polizeigesetz in Hannover!

Informations- und Mobilisierungsveranstaltung: #noNPOG – Nein zum neuen niedersächsischen Polizeigesetz (NPOG)
Mo. 03.09.2018 | 19:00 Uhr | Alhambra | Oldenburg
Weitere Informationen findest du hier.

Informations- und Mobilisierungsveranstaltung: #noNPOG – Nein zum neuen niedersächsischen Polizeigesetz (NPOG)
Di. 04.09.2018 | 19:30 Uhr | Oldenburger Hof | Ganderkesee
Weitere Informationen findest du hier.

Demonstration: #noNPOG – Nein zum neuen niedersächsischen Polizeigesetz (NPOG)
Sa. 08.09.2018 | 13:00 Uhr | Ernst-August-Pl. | Hannover
Weitere Informationen findest du hier.

BRD – Bullenstaat – Wir haben dich zum Kotzen satt!
Wir für Euch! Solidarität mit den Betroffenen von Repression!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf:

„Die Landesregierung in Niedersachsen will es ihren Kolleg*innen in Bayern und Nordrhein-Westfalen gleichtun und plant auch hier ein neues Polizeigesetz. Dass dieser Gesetzesentwurf nichts anderes ist als ein Angriff der Herrschenden auf unsere Freiheit, sollte jedem klar sein:

Ohne irgendetwas getan zu haben, kann man durch dieses Gesetz bis zu 74 Tage festgenommen werden, wenn der „Verdacht“ besteht, dass eine Straftat wahrscheinlich sei. Das nennen SPD und CDU dann „Durchsetzungs- und Präventivgewahrsam“. In Bayern, wo ein solches Gesetz bereits gültig ist, wurden solche in Gewahrsam nahmen im Vorfeld des AfD-Parteitages bereits durchgesetzt.
Ebenso durchgesetzt wurden in diesem Kontext auch andere Maßnahmen, die auch Teil des Niedersächsischen Polizeigesetzes sind: Betretungsverbote. Hierbei handelt es sich um nichts anderes als einen Versuch, unseren legitimen und notwendigen antifaschistischen Gegenprotest zu schwächen, wenn nicht gar zu verhindern.
Neben diesen beiden traurigen „Highlights“ des Gesetzes, gibt es noch weitere Maßnahmen, die SPD und CDU zu geltendem Recht machen wollen: Meldeauflagen, Aufenthaltsvorgaben, Kontaktverbote und elektronische Fußfesseln – alles mehrfach verlängerbar und ohne Richter*innenvorbehalt anwendbar!

Dass diese und weitere Maßnahmen, die beschlossen werden sollen, lange nichts mehr mit Verhältnismäßigkeit zu tun haben, liegt auf der Hand. Hier zeigt sich mehr als deutlich, dass der Staat und die Polizei kein Interesse daran haben, dass wir unseren legitimen antifaschistischen Protest auf die Straße bringen und uns für ein Leben ohne Faschismus, Rassismus und den ganzen anderen Dreck, den diese Gesellschaft hervorbringt, einsetzen. Die Schikanen der Polizei, denen man als Antifaschist*in ausgesetzt ist und die teilweise heute schon Praxis sind, sollen mehr und mehr durch das Gesetz geschützt werden.

Hiergegen gilt es sich als antifaschistische Aktion zu wehren und ein deutliches Zeichen in Richtung der Landesregierung zu setzen! Wir haben keinen Bock auf eure Überwachung, auf eure Knäste, auf eure Verbote – in Kurzform: auf eure reaktionäre Scheiße! Denn nichts anderes als reaktionär ist dieses Gesetz, das SPD und CDU zu geltendem Recht machen wollen.

Deshalb rufen wir alle Antifaschistinnen und Antifaschisten aus ganz Niedersachsen dazu auf, sich am 08.09.2018 um 13 Uhr in den linksradikalen Block auf der Großdemo in Hannover einzureihen. Lasst uns diesem Gesetz an diesem Tag eine entschiedene antifaschistische Absage erteilen und der Landesregierung deutlich machen, dass der Widerstand gegen ihre reaktionäre Politik stark ist! Sammelt eure Freund*innen und Genoss*innen ein, kommt aus euren Dörfern und Städten nach Hannover und leistet euren Beitrag dazu, einen stabilen linksradikalen Block auf die Straße zu bringen! Die Landesregierung wird sehen und hören, was wir von ihrem Polizeigesetz halten!

BRD – Bullenstaat – Wir haben dich zum Kotzen satt!