Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] http://afawhs.blogsport.de Mon, 01 Jul 2019 19:00:05 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en 25 Jahre Gedenken an Halim Dener http://afawhs.blogsport.de/2019/07/01/25-jahre-gedenken-an-halim-dener/ http://afawhs.blogsport.de/2019/07/01/25-jahre-gedenken-an-halim-dener/#comments Mon, 01 Jul 2019 19:00:05 +0000 Administrator Aktuelles http://afawhs.blogsport.de/2019/07/01/25-jahre-gedenken-an-halim-dener/ Nutze die Informations- und Mobilisierungsveranstaltungen in Bremen. Dort kannst du dich auf den neuesten Stand bringen und eine gemeinsame Anreise besprechen. Beteilige dich an den Protest und komme zum Treffpunkt für eine gemeinsame Anreise!

Informations- und Mobilisierungsveranstaltung: 25 Jahre Gedenken an Halim Dener
Di. 02.07.2019 | 19:30 Uhr | Jugendhaus Buchtstraße | Bremen
Weitere Infomationen findest du hier.

Demonstration: 25 Jahre Gedenken an Halim Dener
Sa. 06.07.2019 | 14:00 Uhr | Ernst-August-Pl. | Hannover
Weitere Informationen findest du hier.

Treffpunkt:
Sa. 06.07.2019 | 12:00 Uhr | Eingangsbereich | Bahnhofsvorpl. | Bremen

Das würdevolle Gedenken an Halim Dener aber wird in unseren gemeinsamen Kämpfen entstehen!
Kein Vergeben – Kein Vergessen!
Wir für Euch! Solidarität mit den Betroffenen von Repression!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf der Kampagne „Halim Dener“:

GEFOLTERT. GEFLÜCHTET. VERBOTEN. ERSCHOSSEN.

gefoltert.
Der 16-jährige Kurde Halim Dener musste 1994 vor der Verfolgung durch den türkischen Staat aus seiner Heimat Kurdistan fliehen. Damals zerstörte das türkische Militär 4.000 Dörfer – Menschen zu ermorden, verschwinden zu lassen und zu foltern waren gängige Praxis von Polizei, Geheimdienst und Paramilitärs. Halim selbst wurde nach einer Festnahme von der türkischen Polizei eine Woche lang verhört und gefoltert.

geflüchtet.
Halim flüchtete vor Krieg und Verfolgung unter falschem Namen, um seine Familie in der Heimat nicht zu gefährden. Als sog. „minderjähriger, unbegleiteter Flüchtling“ kam er in die BRD. Hier war nach öffentlicher rassistischer Hetze und Pogromen an Geflüchteten und Migrant*innen 1993 das Grun­drecht auf Asyl durch Änderung des Grundgesetzes faktisch abgeschafft worden.
Auch heute fliehen Menschen aus Konfliktregionen, und hoffen in Europa auf ein sicheres Leben, darunter viele Minderjährige. Doch die europäische Union setzt immer mehr auf eine rigide Abschottungspolitik, das Mittelmeer wird zum Massengrab, Helfer*innen werden kriminalisiert.

verboten.
Im November 1993 wurde in der BRD die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und alle ihr nahestehenden Organisationen als „Terrororganisation“ verboten. Durch öffentliche Hetze gegen Kurd*innen wurde ein Klima von Hass und Angst geschaffen, das von einer simplen Gleichung bestimmt war: Kurd*innen = PKK = Terrorist*innen. Nach wie vor findet das Verbot rege Anwendung: die Repression trifft die Strukturen der kurdischen Bewegung, insbesondere aber kurdische Jugendliche und Aktivist*innen, die sie sich mit der Bewe­gung identifizieren und politisch engagieren.

erschossen.
Auch in der BRD setzte sich Halim für die kurdische Bewegung ein. So plakatierte er wenige Wochen nach seiner Flucht in Hannover Plakate mit dem Emblem der ERNK, des (damaligen) poli­tischen Arms
der PKK. Dabei wurde Halim in der Nacht vom 30.06.1994 von SEK-​Polizisten in Zivil überrascht, bei der Festnahme wurde ihm aus kürzester Entfernung in den Rücken geschossen. An dieser Schussverletzung starb Halim wenig später. Der Polizist wurde von seinen Kolleg*innen gedeckt. In einem zweifelhaften Prozess wurde der Schütze freigesprochen, ohne dass die Tat aufgeklärt werden konnte.
Halims Tod ist kein Einzelfall: Christy Schwundeck, Oury Jalloh oder Achidi John sind weitere bekannte Opfer von Polizeigewalt.

5 Jahre Kampagne Halim Dener
Vor 5 Jahren haben wir eine Kampagne gestartet, um an Halims Schicksal zu erinnern und eine Auseinandersetzung in der Stadt anzustoßen. Wir haben einen öffentlichen Ort des Gedenkens an ihn gefordert. Wir haben demonstriert und protestiert. Haben mit der Stadtpolitik diskutiert und gestritten. Gedenkplatten wurden verlegt, Straßenschilder umgewidmet, und alles von der Stadt wieder entfernt.
Als der Bezirksrat Linden-Limmer einen Platz nach Halim Dener benennen wollte, glaubten wir uns für einen kurzen Moment am Ziel.

Solidarität mit der kurdischen Bewegung
Doch auch jenseits dieses lokalen Konflikts ist viel passiert:
Kurz nach dem 20. Todestag begann mit dem Kampf um Kobanê die Befreiung Rojavas vom Islamischen Staat. Es ging um nicht weniger als den Aufbau eines Gemeinwesens der Gerechtigkeit und Solidarität, der jenseits von Geschlecht, Religion und Ethnie von allen getragen wird.
Wir erlebten, wie in diesem Kampf die kurdischen Selbstverteidigungseinheiten YPG und YPJ den Islamischen Staat zerschlugen. Wir sahen einen türkischen Staat, der den Friedensprozeß mit der PKK beendete, die kurdischen Städte in der Türkei bombardierte, zahllose Massaker und Massenvertreibungen verantwortete.
Wir sahen den türkischen Angriff auf Rojava und die Installation einer islamistischen Besatzung im Kanton Afrin.
Der deutsche Staat hat in all diesen Jahren das türkische Regime mit Rüstungsexporten unterstützt. Er hat zugleich die Kriminalisierung der kurdischen Bewegung hier in Deutschland verschärft.
All das haben wir in den letzten Jahren im Rahmen der Kampagne Halim Dener thematisiert und skandalisiert.
All das hat die gemeinsame politische Basis für uns als Linke verbreitert, seien wir aus Kurdistan, aus der Türkei, aus Deutschland oder wo auch immer her.

Für ein würdevolles Gedenken
Wir mussten feststellen, dass die zunehmende Kriminalisierung der kurdischen Bewegung auch dazu führte, dass wir das Anliegen eines öffentlichen Gedenkortes an Halim Dener nicht durchsetzen konnten. Die Stadt Hannover war sogar bereit, das originäre Recht des Bezirksrates Linden-Limmer
auf Straßenbenennung einzukassieren, um einen Halim-Dener-Platz zu verhindern.
Als Kampagne rufen wir zum 25. Todestag ein letztes Mal dazu auf, zusammen auf die Straße zu gehen, massenhaft, kraftvoll und laut.

Wir erwarten nichts mehr von der Stadtpolitik. Wir werden deshalb die Kampagne am Ende dieses Jahres beenden.

Das würdevolle Gedenken an Halim Dener aber wird in unseren gemeinsamen Kämpfen entstehen!

Nichts und niemand wird vergessen!

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Wir sagen Ende Gelände! Kohle stoppen, damit #AlleDörferBleiben. Ungehorsam gegen Kapitalismus und für Klimagerechtigkeit weltweit! http://afawhs.blogsport.de/2019/06/13/wir-sagen-ende-gelaende-kohle-stoppen-damit-alledoerferbleiben-ungehorsam-gegen-kapitalismus-und-fuer-klimagerechtigkeit-weltweit/ http://afawhs.blogsport.de/2019/06/13/wir-sagen-ende-gelaende-kohle-stoppen-damit-alledoerferbleiben-ungehorsam-gegen-kapitalismus-und-fuer-klimagerechtigkeit-weltweit/#comments Thu, 13 Jun 2019 20:45:14 +0000 Administrator Aktuelles http://afawhs.blogsport.de/2019/06/13/wir-sagen-ende-gelaende-kohle-stoppen-damit-alledoerferbleiben-ungehorsam-gegen-kapitalismus-und-fuer-klimagerechtigkeit-weltweit/ Beteilige dich an dem Aktionstraining und an den Aktionen gegen die Klimazerstörung im Rheinischen Braunkohlerevier!

Aktionstraining: Ende Gelände!
So. 16.06.2019 | 10:00 Uhr | Oldenburg
Weitere Infomationen findest du hier.

Aktionen: Ende Gelände!
19.-24.06.2019 | ganztags | Rheinisches Braunkohlerevier
Weitere Infomationen findest du hier.

Ungehorsam gegen Kapitalismus und für Klimagerechtigkeit weltweit!
Kohleausstieg ist immer noch Handarbeit!
Wir für Euch! Solidarität mit den Betroffenen von Repression!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf:

„Wir sind der sofortige Kohleausstieg. Vom 19. bis 24. Juni stellen wir uns ungehorsam der Zerstörung im Rheinland entgegen und blockieren die Kohle-Infrastruktur.

Die Zeit zu Handeln ist jetzt. Dürren, Hitzewellen, Überschwemmungen – wir wissen es längst. Die Klimakrise ist heute schon zerstörerische Realität für Menschen auf der ganzen Welt – vor allem im globalen Süden. Und trotzdem sollen wir hier weitere 20 Jahre Kohle verheizen? Damit lassen wir uns nicht abspeisen. Wir lassen uns nicht befrieden! Wir schauen nicht länger zu wie Politik und Konzerne unsere Zukunft zerstören. Wir nehmen den Kohleausstieg selbst in die Hand – und zwar sofort!

Im Rheinland will der Kohle-Konzern RWE Fakten schaffen: Bagger fressen sich unaufhörlich in die Landschaft, verschlingen Wälder, fruchtbares Ackerland und ganze Dörfer. Als größte CO2-Quelle Europas zerstört die Braunkohle-Industrie im Rheinland die Zukunft von Menschen weltweit. Dem stellen wir uns entgegen! Letztes Jahr haben wir mit anderen tausenden Menschen in einem breiten Bündnis für den Hambi gekämpft. Dieses Jahr stehen wir Seite an Seite mit allen Menschen, deren Zuhause durch Kohle und Klimakrise zerstört wird. Solidarisch mit den Menschen aus Keyenberg, Kuckum und den anderen Dörfern am Tagebau Garzweiler wollen wir die Zerstörung vor Ort stoppen. Daher werden wir Kohleinfrastruktur blockieren. Das ist unsere Sofortmaßnahme für globale Klimagerechtigkeit. Alle Dörfer bleiben – im Rheinland und weltweit!
Ungehorsam für eine gerechtere Zukunft

Wir brauchen nicht nur den Kohleausstieg, sondern auch einen radikalen gesellschaftlichen Wandel. Wir müssen den Kapitalismus mit seinem Wachstumszwang und seinen Ausbeutungsmechanismen überwinden. Sonst ist weder eine ernstzunehmende Bekämpfung der Klimakrise noch soziale Gerechtigkeit weltweit möglich. Das katastrophale Ergebnis der Kohlekommission zeigt, dass wir uns nicht auf die Politik verlassen können. Jetzt liegt es an uns!

Es brodelt in der Bewegung für Klimagerechtigkeit: Hunderttausende protestieren auf der Straße. Gemeinsam gehen wir jetzt einen Schritt weiter und leisten zivilen Ungehorsam. Vom 19. bis 24. Juni 2019 blockieren wir mit unseren Körpern die Kohle-Infrastruktur im Rheinland.

Unsere Aktionsform ist eine offen angekündigte Massenblockade mit vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten. Wir werden uns ruhig und besonnen verhalten, von uns wird keine Eskalation ausgehen, wir gefährden keine Menschen. Wir wollen eine Situation schaffen, die für alle Teilnehmenden transparent ist und in der wir aufeinander achten und uns unterstützen.
Kohleausstieg ist immer noch Handarbeit.
Also: auf geht’s, ab geht’s, Ende Gelände!
Damit #AlleDörferBleiben – weltweit.“

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Schulter an Schulter gegen Faschismus und Nationalismus – Für eine solidarische Gesellschaft! http://afawhs.blogsport.de/2019/05/23/schulter-an-schulter-gegen-faschismus-und-nationalismus-fuer-eine-solidarische-gesellschaft/ http://afawhs.blogsport.de/2019/05/23/schulter-an-schulter-gegen-faschismus-und-nationalismus-fuer-eine-solidarische-gesellschaft/#comments Thu, 23 May 2019 20:45:10 +0000 Administrator Aktuelles http://afawhs.blogsport.de/2019/05/23/schulter-an-schulter-gegen-faschismus-und-nationalismus-fuer-eine-solidarische-gesellschaft/ Beteilige dich an den Protest!

Demonstration: Schulter an Schulter gegen Faschismus und Nationalismus – Für eine solidarische Gesellschaft!
Sa. 25.05.2019 | 13:00 Uhr | Hbf. | Oldenburg
Weitere Infomationen findest du hier.

Schulter an Schulter gegen Faschismus und Nationalismus – Für eine solidarische Gesellschaft!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf:

„Zur Europawahl am 26. Mai 2019 wollen nationalistische und faschistische Parteien den Rechtsruck in Europa weiter vorantreiben. Wir alle sind daher gefragt, den Vormarsch der Nationalist*innen zu verhindern!

Was uns eint, ist der Widerstand gegen diese Entwicklung. Wenn Menschenverachtung und Rassismus gesellschaftsfähig werden, AfD und Co. mühsam erkämpfte Erfolge im Kampf gegen Armut, Ungleichheit, Unterdrückung, Umweltzerstörung und Klimawandel angreifen, halten wir dagegen. Rassismus ist keine Antwort auf soziale Probleme, schreitet ein wann und wo ihr ihn bemerkt! Fordern wir eine progressive Geschlechterpolitik ein, die die Selbstbestimmung von Frauen* sowie Geschlechterdiversität fördert – die kleinbürgerliche Kernfamilie als alleiniges Modell hat einfach ausgedient!

Der Rechtsruck in Politik und Gesellschaft macht sich besonders in der Bekämpfung linken Widerstandes durch den zunehmend autoritären Staat und seine Institutionen bemerkbar. Das zeigt sich nicht nur mit der Verschärfung der Polizeigesetze neuerdings auch in Niedersachsen. Wir erinnern auch an die Kriminalisierung der kurdischen Bewegung u.a. durch die Hausdurchsuchung des Alhambra vor einem Jahr, am 23.5.18. Offizieller Anlass war eine Fahne mit kurdischer Symbolik, die bei der autonomen 1.Mai-Demo, wenige Wochen zuvor, zu sehen war. Deswegen machen wir, wie letztes Jahr, nochmal deutlich: Wir lassen uns nicht einschüchtern und werden weiterhin die kurdische Bewegung für eine freie, geschlechtergerechte und ökologische Gesellschaft und deren Widerstand gegen ihre Feinde, vor allem die faschistische Regierung Erdoğans in der Türkei, unterstützen!

In diesen Zeiten eines massiven Rechtsrucks in Deutschland und vielen anderen Ländern in Europa, der nationalen Alleingänge und Abschottungen ist es wichtiger denn je, dass wir uns für eine solidarische Gesellschaft einsetzen. Überall und grenzenlos.

Bringt eure Freund*innen und Nachbar*innen mit und lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen!“

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Eine Stadt für alle – Ein Europa für alle – Eine Welt für alle! http://afawhs.blogsport.de/2019/05/16/eine-stadt-fuer-alle-ein-europa-fuer-alle-eine-welt-fuer-alle/ http://afawhs.blogsport.de/2019/05/16/eine-stadt-fuer-alle-ein-europa-fuer-alle-eine-welt-fuer-alle/#comments Thu, 16 May 2019 19:45:14 +0000 Administrator Aktuelles http://afawhs.blogsport.de/2019/05/16/eine-stadt-fuer-alle-ein-europa-fuer-alle-eine-welt-fuer-alle/ Beteilige dich an den Protest und komme zum Treffpunkt für eine gemeinsame Anreise!

Demonstration: Eine Stadt für alle – Ein Europa für alle – Eine Welt für alle!
So. 19.05.2019 | 12:00 Uhr | Rathausmarkt | Hamburg
Weitere Informationen findest du hier.

Treffpunkt:
So. 19.05.2019 | 08:45 Uhr | Ticketautomaten | Gleis 2 | Bf. | Wildeshausen

Eine Stadt für alle – Ein Europa für alle – Eine Welt für alle!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf:

„Eine Woche vor den Europawahlen wollen wir gemeinsam mit zehntausenden Menschen ein starkes Zeichen gegen Rechts und für ein anderes Europa setzen. Deswegen rufen wir, Initiativen und Aktive aus den vielfältigen Hamburger Bewegungen, mit zur Großdemonstration „EIN EUROPA FÜR ALLE – DEINE STIMME GEGEN NATIONALISMUS“ am 19. Mai auf, die in vielen Städten gleichzeitig stattfinden wird.
Europa ist heute kein Ort, an dem alle Menschen die gleichen Rechte genießen und in Sicherheit leben können. Auch Hamburg ist weit davon entfernt, eine Stadt für alle und nicht nur für wenige Privilegierte zu sein.

Wir in Hamburg wissen sehr genau, dass der Angriff auf unsere demokratischen und sozialen Rechte nicht nur vom rechten Rand kommt, dass Ausgrenzung und Rassismus auch aus der so genannten Mitte der Gesellschaft und den regierenden Parteien vorangetrieben werden.

Hamburg ist eine Stadt der Millionäre. Protziger Reichtum in den Villenvierteln trifft auf Verdrängung durch explodierende Mieten und das Elend der Wohnungslosen auf den Straßen. Wir leben in einer Stadt, die sich ihrer Liberalität und Weltoffenheit rühmt, während viele Geflüchtete in Lagern leben müssen, regelmäßig Abschiebungen auch in Kriegsgebiete stattfinden und Polizeikontrollen nach rassistischen Kriterien an der Tagesordnung sind. Wir erinnern uns noch genau daran, wie zum G20-Gipfel in unserer Stadt die Versammlungsfreiheit und die Bewegungsfreiheit der Bürger*innen den vermeintlichen Sicherheitsinteressen der Staatschefs geopfert wurden – und bis heute keine Polizist*in für die zahlreichen gewalttätigen Übergriffe auf Protestierende verurteilt worden ist.

Unser Aufruf zur Demonstration ist daher ein Aufruf zum Protest und zum Widerstand. Ein Europa für alle beginnt mit einer Stadt für alle und kann nur in einer Welt für alle Wirklichkeit werden. Wir als Bewegungen wissen, dass wir unsere Rechte und ein gutes Leben nicht allein durch Wahlen erreichen können. Positive Veränderung kommt nicht von oben, nicht aus den Institutionen oder Parteien, sondern von unten. Sie entsteht dort, wo Menschen tagtäglich für ihre Rechte einstehen und dabei ihre Solidarität untereinander entwickeln. Hierfür gibt es in unserer Stadt viele gute Beispiele. Zehntausende waren in den letzten Monaten allein in Hamburg auf den Straßen:

- mit der Seebrücke gegen das Sterben im Mittelmeer und für sichere Fluchtwege
- mit We’ll Come United gegen Rassismus und für gleiche Rechte für alle
- mit dem Flüchtlingsrat und dem AK Hamburg hat Platz für die humanitäre Aufnahme von Geflüchteten und gegen die EU-Abschottungspolitik
- mit United we Stand gegen Repression und für die Solidarität mit den politischen Gefangenen
- mit dem Hamburger Bündnis gegen Rechts gegen die Nazi-Kundgebungen
- mit den Schüler*innen der Ida-Ehre-Schule gegen den Versuch der AfD, Antifaschismus an den Schulen zu isolieren und kriminalisieren
- mit dem Recht-Auf-Stadt-Bündnis gegen den Mietenwahnsinn und für die Enteignung von Akelius und anderen großen Wohnungskonzernen
- mit Fridays for Future und Ende Gelände für konsequenten Klimaschutz, einen schnellen Kohleausstieg und die Abschaltung des Kraftwerks in Moorburg

Wir wollen die Kraft und die Hoffnung aus diesen Aktionen auch am 19.5., eine Woche vor der Europawahl, auf die Straße bringen. Wir demonstrieren alle gemeinsam, insbesondere auch mit denjenigen, denen aufgrund ihres Passes das Wahlrecht verweigert wird. Für eine solidarische Stadt, ein offenes Europa und eine Welt ohne Grenzen.“

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Gegen Rechtsruck und Polizeistaat! [3] http://afawhs.blogsport.de/2019/05/09/gegen-rechtsruck-und-polizeistaat-3/ http://afawhs.blogsport.de/2019/05/09/gegen-rechtsruck-und-polizeistaat-3/#comments Thu, 09 May 2019 20:45:09 +0000 Administrator Aktuelles http://afawhs.blogsport.de/2019/05/09/gegen-rechtsruck-und-polizeistaat-3/ Beteilige dich an dem Protest gegen das neue niedersächsische Polizeigesetz in Hannover!

Demonstration: Gegen Rechtsruck und Polizeistaat!
Sa. 11.05.2019 | 13:00 Uhr | Steintor | Hannover
Weitere Informationen findest du hier.

BRD – Bullenstaat – Wir haben dich zum Kotzen satt!
Wir für Euch! Solidarität mit den Betroffenen von Repression!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf:

„Die Kacke ist am Dampfen, dass zeigt der rassistische, antisemitische und sexistische Allgemeinzustand immer wieder. Oben drauf kommt nun eine krasse Verschärfung des niedersächsischen Polizeigesetzes (NPOG). Dagegen gibt es am 11.05.2019 um 13 Uhr die dritte Großdemonstration mit dem Steintor als Startpunkt, kommt zu uns in den Block der radikalen Linken!

Offiziell soll dieses Gesetz der Terrorismusabwehr dienen, dazu sollen polizeiliche Ermächtigungen massiv erweitert werden. Doch dahinter verbirgt sich noch viel mehr. Denn aus statistischer Perspektive ist die Gefahr von Terrorismus in Europa, Deutschland und Niedersachsen gering, doch die Angst vor der fremden, unkontrollierbaren Gewalt steht hoch im Kurs und bereitet rassistischen Ausschreitungen einen gesellschaftlichen Nährboden.
Gewalt muss jedoch politisch betrachtet werden. Dabei fällt auf, dass es gerade rechte, konservative und neoliberale Ideologien und ihre Auswirkungen sind, die am meisten Gewalt produzieren – ganz vorne dabei: völkischer Nationalismus und Islamismus, Kapitalismus und Patriarchat. Diese lassen sich jedoch nicht durch eine einseitige Verstärkung des Gewaltmonopols und seiner Zwangsinstitutionen beseitigen. Ganz im Gegenteil: Der Staat und seine Institutionen spielen bei diesen Ideologien oft eine tragende Rolle. Eine Ermächtigung der Polizei befeuert den gesellschaftlichen Rechtsrucks noch zusätzlich. Auch deswegen lehnen wir den Staat als Herrschaftsinstrument entschieden ab. So kann und soll das neue Polizeigesetz politische Gegner*innen noch weiter auf Distanz halten und schon auf Verdacht bekämpfen können. Dies wird vor allem auch Folgen für antikapitalistische und antiautoritäre Kämpfe haben.
Kapitalistische Gesellschaften erzeugen systematisch Prekarität, Armut, Vereinzelung und Elend. Dies zeigt immer wieder, dass der Kapitalismus nicht für die Bedürfnisse der Menschen gemacht ist und es allen Grund gibt, dagegen zu protestieren.
Die Vereinzelung und Konkurrenz zwischen allen Menschen löst dabei berechtigterweise Verunsicherung aus. Statt jedoch für eine Gesellschaft zu streiten, in der alle ohne Angst verschieden sein können, treten immer mehr autoritäre Sehnsüchte auf. Sie drücken sich aus in den Wünschen nach einem starken Staat – der durchgreift. Dies zeigt die Ambivalenz der Rolle der Polizei: nicht nur Freund*in und Helfer*in, sondern auch Institution von Gewalt und Zwangsmaßnahmen zur Durchsetzung und Aufrechterhaltung des Kapitalverhältnisses.
Insbesondere bei Abschiebungen, Zwangsräumungen und Gefängnissen zeigt sich die Intoleranz des Staates und die Rolle der Polizei als Unterstützung des Kapitals allzu deutlich, und nun soll die Polizei das mit noch mehr Macht und noch weniger Angst vor Sanktionen tun können. Anstatt also eine solidarische Gesellschaft zu fordern, gibt es bei vielen Menschen nur den Wunsch, sich wieder auf das Nationale zu besinnen. Der Staat, wird als Schutz vor Elend und Verarmung gesehen, die der Kapitalismus reproduziert. Dabei ist er es, der mit der Polizei, immer wieder Zwangsmaßnahmen durchsetzt, Eigentumsverhältnisse schützt und damit ein wichtiger Teil der kapitalistischen Gesellschaft ist.
Die Polizei ist, insbesondere bei Spezialeinheiten und hohen Rängen, nach wie vor ein Männerbund, der sich immer wieder auf falschen Korpsgeist beruft. Das Idealbild eines Polizisten entspricht immer noch der toxischen Männlichkeit, die nach wie vor von konservativen, rechten und islamistischen Ideologien gespeist wird. Der Polizist soll hart sein und durchgreifen können.
Autoritäre Gewaltphantasien zeigen sich beispielsweise in den rechten Umsturzplänen, wie sie aus Strukturen von Bundeswehr, Polizei und anderen Sicherheitsbehörden bekannt geworden sind. Jene Institutionen, in denen solche Terrornetzwerke entstehen, sollten nicht mit weiterer Macht ausgestattet werden.
Dies verdeutlicht die Wichtigkeit von antifaschistischer und feministischer Kritik am Nationalstaat und (in kleinem) an dem niedersächsischen Polizeigesetz.
Bürgerliche Parteien, wie die Union oder SPD schaffen mit diesem neuen Polizeigesetz ein Instrument, welches sich hervorragend zur Verfolgung politischer Gegner*innen eignet. In Zeiten des Rechtsrucks bieten sie damit nicht nur eine Steilvorlage für faschistische PolitikerInnen, die bereits in den Parlamenten sitzen, sondern machen sich auch selbst zum Teil der autoritären Revolte. Dabei kommt die Gefahr nicht nur aus Teilen des Parlaments, sondern auch durch “Wutbürger” und militanten Nazis auf der Straße.
Ein entschlossener Antifaschismus ist notwendig.“

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Großdemonstration Seebrücke – Sichere Fluchtwege jetzt! http://afawhs.blogsport.de/2019/04/25/grossdemonstration-seebruecke-sichere-fluchtwege-jetzt/ http://afawhs.blogsport.de/2019/04/25/grossdemonstration-seebruecke-sichere-fluchtwege-jetzt/#comments Thu, 25 Apr 2019 20:45:17 +0000 Administrator Aktuelles http://afawhs.blogsport.de/2019/04/25/grossdemonstration-seebruecke-sichere-fluchtwege-jetzt/ Beteilige dich an den Protest und komme zum Treffpunkt für eine gemeinsame Anreise! Nutze das Treffen in Wildeshausen, dort kannst du dich auf den neuesten Stand bringen.

Demonstration: Seebrücke Hannover
Sa. 27.04.2019 | 13:00 Uhr | Ernst-August-Pl. | Hannover
Weitere Informationen findest du hier.

Treffpunkt:
Sa. 27.04.2019 | 09:45 Uhr | Ticketautomaten | Gleis 2 | Bf. | Wildeshausen

Treffen: Seebrücke Wildeshausen
Mi. 08.05.2019 | 18:00 Uhr | Kayserhaus | Wildeshausen
Weitere Informationen findest du hier.

Seenotrettung ist kein Verbrechen!
Wir für Euch! Solidarität mit den Betroffenen von Repression!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf der „Seebrücke Hannover“:

„Wir als Seebrücke sind Teil einer internationalen Bewegung für die Seenotrettung von Geflüchteten und der Solidarität mit allen Migrant*innen überall.

Weltweit müssen zur Zeit nach Zahlen der Vereinten Nationen mehr als 68 Millionen Erwachsene und Kinder durch gewaltsame Vertreibung fliehen. Gleichzeitig schotten sich die europäischen Staaten, wie auch Deutschland, immer weiter vor den hilfesuchenden Menschen ab. Europas Außengrenzen werden immer tödlicher, Europa wird immer mehr zur Festung ausgebaut.

Es fehlen dadurch sichere Wege, über die Geflüchtete sich vor Krieg, Hunger und Elend retten können. Die Fluchtroute über das Mittelmeer ist zu der tödlichsten Seeroute der Welt geworden, mit tausenden Toten jährlich. Gleichzeitig werden Seenotrettungsorganisationen immer stärker kriminalisiert und an der Rettung von Menschen gehindert. Als Folge davon steigen die Zahlen der ertrinkenden Menschen im Mittelmeer aktuell auf dramatische Weise an.

Die auch militärische Verschärfung des europäischen Grenzregimes geht Hand in Hand mit einer autoritären Formierung im Inneren Europas, die sich unter anderem in Deutschland in neuen Polizeigesetzen zeigt, die in einigen Bundesländern schon umgesetzt sind. Genauso zeigt sie sich in den Planungen von Politiker*innen wie Bundesinnenminister Seehofer, die Abschiebung von Menschen aus Deutschland weiter zu forcieren.

Diese politischen Entwicklungen sehen wir auch als Teil eines global zu beobachtenden Rechtsrucks, dem wir uns als antirassistische und solidarische Bewegung entgegen stellen. Zugleich sind sie auch innerhalb einer kapitalistischen Logik zu begreifen, in der das Leben von Menschen nur Wert besitzt, wenn es ökonomisch verwertbar ist.

Was können wir diesen Entwicklungen auf lokaler Ebene entgegensetzen? Nach dem sich inzwischen mehr als 40 Städte in Deutschland zum sicheren Hafen für Geflüchtete erklärt haben fordern wir, dass diese Städte nun Taten folgen lassen und aktiv die Aufnahme von geretteten Menschen anbieten und so Druck auf die Bundesregierung ausüben!

Stoppt das Sterben im Mittelmeer! Sichere Fluchtwege jetzt! Kampf der Festung Europa!

Lasst uns alle gemeinsam am 27.04.2019 auf die Straße gehen und informiert euch über weitere Aktionen!“

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3. Antifaschistische Landpartie gegen das Ludendorffer-Treffen http://afawhs.blogsport.de/2019/04/04/3-antifaschistische-landpartie-gegen-das-ludendorffer-treffen/ http://afawhs.blogsport.de/2019/04/04/3-antifaschistische-landpartie-gegen-das-ludendorffer-treffen/#comments Thu, 04 Apr 2019 18:45:26 +0000 Administrator Aktuelles http://afawhs.blogsport.de/2019/04/04/3-antifaschistische-landpartie-gegen-das-ludendorffer-treffen/ Beteilige dich an dem Protest und komme zum Treffpunkt für eine gemeinsame Anreise!

Demonstration: 3. Antifaschistische Landpartie gegen das Ludendorffer-Treffen
So. 21.04.2019 | 13:12 Uhr | Bf. | Dorfmark
Weitere Informationen findest du hier.

Treffpunkt:
So. 21.04.2019 | 09:45 Uhr | Ticketautomaten | Gleis 2 | Bf. | Wildeshausen

Für eine antifaschistische Landpartie! Den Ludendorffern Ostern versauen!
Neonazis outen und bekämpfen!
Es gibt kein ruhiges Hinterland! Fight racism!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf:

Ludendorffer? Offiziell „Bund für Gotterkenntnis“ genannt. Dabei handelt es sich um eine völkisch, rassistische und antisemitische Weltanschauungsgemeinschaft. Grundlage dieser Weltanschauung bilden die Schriften von Mathilde Ludendorff, Ehefrau des Hitler-Putsch-Gefährten Erich Ludendorff. Die Ludendorffer sind der Ansicht, dass sich Menschen in „Licht- und Schachtrassen“ einteilen ließen, die sich in ihrem Verhalten und ihren „Seelenfähigkeiten“ unterscheiden würden. Bei der sog. „Ostertagung“ der Ludendorffer in Dorfmark finden dann Vorträge mit Titeln wie „Rassenmischung – Bewertung aus seelenkundlicher Sicht“ oder „Für ein deutsches Volksbewusstsein“ statt. Auch zutiefst antisemitische Verschwörungstheorien zu aktuellen Themen werden von den Ludendorffern verbreitet, z.B. „Die Hochfinanz destabilisiert Europa durch den künstlich inszenierten Flüchtlingstsunami“. Außerdem sind die Treffen der Ludendorffer wichtige Vernetzungstreffen zwischen verschiedenen Strömungen der extremen Rechten. So besuchten in den letzten Jahren Neonazis wie Ursula Haverbeck, Wolfram Schiedewitz, Steffen Hupka und Nikolai Nerling die Veranstaltung in Dorfmark, aber auch Mitglieder der „NPD“, der „Artgemeinschaft“ und der „Reichsbürger“. Außerdem bestehen Verbindungen zwischen der „Identitären Bewegung“ und den Ludendorffern.

Dorfmark? Seit mehr als 40 Jahren trifft sich der „Bund für Gotterkenntnis“ alljährlich im niedersächsischen Dorfmark. Dies ist möglich, weil die Ludendorffer vom Gasthaus „Zur Post“, der Pension „Wittenberg“ und einigen Dorfmarker*innen, die privat Zimmer vermieten, beherbergt werden. Außerdem zeigte die 1. Antifaschistische Oster-Demonstration 2017, dass auch Neonazis in Dorfmark leben: An einem Haus waren etwa 25 vermummte und teilweise bewaffnete Neonazis versammelt, die Pyrotechnik zündeten und Journalisten bedrängten. Neben Neonazis aus dem Heidekreis waren aus Südniedersachsen und dem Harz angereiste Mitglieder vom „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ sowie dem „Kollektiv Nordharz“ anwesend. Nun ist ein weiterer, sehr umtriebiger Neonazi nach Dorfmark gezogen und ein fester Zusammenschluss von Neonazis hat sich gebildet. In Bad Fallingbostel (Stadt zum Ort Dorfmark) sind Hakenkreuze und andere Neonazischmierereien aufgetaucht und andersdenkende Menschen wurden bedroht.

Es reicht! Für eine antifaschistische Landpartie! Es gibt kein ruhiges Hinterland!

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Alice? Who the fuck is Alice? http://afawhs.blogsport.de/2019/03/14/alice-who-the-fuck-is-alice/ http://afawhs.blogsport.de/2019/03/14/alice-who-the-fuck-is-alice/#comments Thu, 14 Mar 2019 21:45:47 +0000 Administrator Aktuelles http://afawhs.blogsport.de/2019/03/14/alice-who-the-fuck-is-alice/ Beteilige dich an dem Protest und komme zum Treffpunkt für eine gemeinsame Anreise!

Demonstration: Vehement & solidarisch gegen das Frühlingsfest der AfD
Sa. 16.03.2019 | 13:00 Uhr | Hbf. | Ritterhude

Treffpunkt:
Sa. 16.03.2019 | 12:15 Uhr | Eingangsbereich | Bahnhofsvorpl. | Bremen

Vehement & solidarisch gegen das Frühlingsfest der AfD!
Nationalismus ist keine Alternative!
Es gibt kein ruhiges Hinterland! Fight racism!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] unterstützt einen Aufruf des Bündnisses „Bremen gegen Rechts“:

„Am 16.03. plant die AfD Osterholz-Verden eine „Vortragsveranstaltung mit anschließendem Frühlingsfest. Dazu ist unter anderem Alice Weidel, die Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, geladen.

Die AfD ist schon lange keine Partei mehr, die nur ein ausgeprägtes konservatives Profil hat. Akteure wie Björn Höcke und weite Teile des Bremer Landesverbands gehören dem nationalistisch-völkischen „Flügel“ an. Sie sind bestens vernetzt mit Rechtsradikalen, wie etwa der Identitären Bewegung, und haben seit der Gründung der AfD 2013 die Grenze des Sagbaren immer weiter verschoben. Geeint durch ihre menschenverachtenden Positionen und die Hetze gegen Geflüchtete, queere Menschen, politische Gegner*innen.

Dabei ist Alice Weidel keine einfache Konservative in schlechter Gesellschaft. Auch sie stellt ihren Rassismus offen zur Schau: So diffarmierte sie Geflüchtete in einer Rede im Bundestag als kriminelle „Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner“ und schwadronierte in E-Mails von „kulturfremden Voelkern wie Arabern, Sinti und Roma etc [von denen wir] ueberschwemmt werden“.

Wir wollen das nicht unkommentiert lassen und rufen zu einer Demonstration gegen rechte Hetze, Rassismus und Antifeminismus auf. Start ist um 13:00 Uhr am Bahnhof Ritterhude.

Eine gemeinsame Anfahrt ist vom Hbf Bremen geplant. Treffpunkt ist der Eingangsbereich zum Bahnhofsvorplatz um 12:15 Uhr. “

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Tag der politischen Gefangenen 2019 http://afawhs.blogsport.de/2019/03/08/tag-der-politischen-gefangenen-2019/ http://afawhs.blogsport.de/2019/03/08/tag-der-politischen-gefangenen-2019/#comments Fri, 08 Mar 2019 20:45:12 +0000 Administrator Aktuelles http://afawhs.blogsport.de/2019/03/08/tag-der-politischen-gefangenen-2019/ Beteilige dich an dem Protest!

Demonstration: Zum Tag der politischen Gefangenen
Sa. 16.03.2019 | 18:00 Uhr | Millerntor | Hamburg
Weitere Informationen findest du hier.

United we stand! Gemeinsam gegen Repression und autoritäre Formierung!
Wir für Euch! Solidarität mit den Betroffenen von Repression!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] dokumentiert einen Aufruf des „United we stand“:

„Wir werden zum diesjährigen Tag der politischen (- nicht nur der G20!) Gefangen demonstrieren, um zu zeigen, dass niemand vergessen und niemand allein gelassen wird. Denn eines kann kein Staat einer Bewegung nehmen: Die Solidarität. Kommt mit uns auf die Straße:

16.März um 18 Uhr auf dem Vorplatz Millerntor in Hamburg

Der weltweite Pesthauch der Repression bläst auch durch Hamburg. Gut zwei Jahre nach dem G20 Gipfel ist der Apparat mit einer beispiellosen Hetz- und Fahndungskampagne immer noch auf der Jagd nach vermeintlichen Militanten. Hierbei muss die Polizei nicht einmal mehr vor europäischen Grenzen haltmachen. Hausdurchsuchung in der Schweiz, Fahndung in Frankreich, Amtshilfe in Spanien? Kein Problem, deutsche Polizei ist am Start. Das gruselige Theater setzt sich in den Gerichten fort. Nach dem Gipfel gab es nur leicht verklausulierte Forderungen der Politik an die Justiz, ihren durch die massiven Proteste ruinierten Gipfel doch bitteschön mit saftigen Urteilen zu rächen. Dem gaben die Gerichte gerne nach und verhängten auftragsgemäß teils absurde Urteile
Selbst die solidarische Begleitung laufender Verfahren wird möglichst erschwert. So wurde bei einem Prozess gegen fünf Genossen die Öffentlichkeit ausgeschlossen, weil es dem Staatsanwalt nicht gefiel, wie die Familien und Unterstützer*innen ihrer Freude Ausdruck verliehen, ihre Leute nach Monaten in U-Haft wiederzusehen.

Der Tag der politischen Gefangenen ist ein international begangener Tag, kein Feiertag. Es geht um die Menschen, die sich gegen die herrschenden Verhältnisse wie und wo auch immer gewehrt haben, es geht um Gefangene in der Türkei, in Russland, Brasilien, Weißrussland, Frankreich, Venezuela, Italien, dem Iran, China, Ägypten, Mexiko, Aserbeidschan, Saudi Arabien, den USA, usw., usw.
Und eben auch in Deutschland, eben auch in Hamburg.

Wir werden am diesjährigen Tag der politischen (-nicht nur der G20!) Gefangen demonstrieren, um zu zeigen, dass niemand vergessen und niemand allein gelassen wird. Denn eines kann kein Staat einer Bewegung nehmen: Die Solidarität.

Kommt mit uns auf die Straße: 16.März um 18 Uhr auf dem Vorplatz Millerntor in Hamburg

United we stand!“

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Frauen*kampftag 2019 http://afawhs.blogsport.de/2019/02/28/frauenkampftag-2019/ http://afawhs.blogsport.de/2019/02/28/frauenkampftag-2019/#comments Thu, 28 Feb 2019 16:00:03 +0000 Administrator Aktuelles http://afawhs.blogsport.de/2019/02/28/frauenkampftag-2019/ Nutze die Informationsveranstaltung in Bremen, informiere dich bei dem Informations- und Aktionsstand in Oldenburg beteilige, dich an dem Streik/den Demonstrationen in Oldenburg oder Bremen und komme zur Party in Oldenburg!

Streik: Frauen*streik 2019
Fr. 08.03.2019 | ganztags | überall
Weitere Informationen findest du hier.

Informations- und Aktionsstand: Weltfrauen*tag 2019
Fr. 08.03.2019 | 11:30 – 16:00 Uhr | Rathausmarktpl. | Oldenburg
Weitere Infomationen findest du hier.

Demonstration: Weltfrauen*tag 2019
Fr. 08.03.2019 | 15:00 Uhr | Rathausmarktpl. | Oldenburg
Weitere Infomationen findest du hier.

Demonstration: Frauen*kampftag 2019
Fr. 08.03.2019 | 15:30 Uhr | Ziegenmarkt | Bremen
Weitere Infomationen findest du hier.

Für einen antirassistischen Queerfeminismus!
Für körperliche und sexuelle Selbstbestimmung!
Make Queer Feminism a threat!

Die Antifaschistische Aktion Wildeshausen [afawhs] dokumentiert einen Aufruf des Bündnisses „Frauen*streik“:

„Am 8. März ist Internationaler Frauenkampftag. Schon seit über 100 Jahren streiken, streiten und kämpfen wir für unsere Rechte und gegen jede Unterdrückung. Über die Welt breitet sich eine Bewegung von streikenden Frauen und Queers* aus, von Polen bis Argentinien, von New York bis Hongkong, von Spanien über Nigeria bis Australien. Auch wir sehen Grund zum Streik und sagen: Es reicht! Lasst uns am 8. März zusammen streiken!

Ständig werden wir diskriminiert, unterdrückt und ausgebeutet. Wir werden tagtäglich mit verletzenden Witzen, Kommentaren, Übergriffen und körperlicher Gewalt klein gemacht. Unsere Arbeit wird geringgeschätzt und noch immer verdienen Frauen in Deutschland im Schnitt 22% weniger als Männer. Nicht nur das, zu Hause übernehmen wir unzählige Stunden an Erziehungs-, Haushalts- und Pflegearbeit. Manche von uns tun dies auch schlecht bezahlt im Zuhause anderer. Für Familie, Freund*innen, Partner*innen und Kolleg*innen leisten wir oft emotionale Unterstützung. Im Alter kommen wir mit unserer Rente kaum oder gar nicht über die Runden. So verschieden wir sind, wir sind alle Arbeiterinnen*, weil wir arbeiten müssen – egal ob wir mit dem Kugelschreiber, dem Schraubenschlüssel, dem Computer oder dem Besen in der Hand arbeiten, ob wir dafür einen Lohn bekommen oder nicht. Es wird von uns erwartet, dass wir diese Arbeit klaglos, unbeachtet und wie selbstverständlich mit einem Lächeln erledigen. Wir lassen uns das nicht länger gefallen! Wir streiken!

Wir wollen streiken,

… weil wir in einer Welt leben wollen, in der jede Arbeit wertgeschätzt wird.

… weil wir uns nicht länger ausbeuten lassen, weder zu Hause, noch auf der Lohnarbeit.

… weil unsere Zeit uns gehört und wir selbst bestimmen wollen, wann und wie wir arbeiten.

… weil wir das Ende des Pflegenotstands, des Mangels an kostenloser Kinderbetreuung, die Aufwertung der Hebammen- und der Reinigungsarbeit verlangen.

… weil wir nicht länger zulassen, dass schlecht bezahlte Arbeiten auf Frauen und Queers* in unsicheren und rechtlosen Verhältnissen abgewälzt werden.

… weil wir selbst über unsere Körper bestimmen wollen und ob und wann wir schwanger werden oder wann wir eine ungewollte Schwangerschaft beenden.

… weil wir keine starre Einteilung in Frau und Mann brauchen, sondern eine Anerkennung und Geschlechtergerechtigkeit für trans-Männer, -Frauen, nicht-binäre und Interpersonen.

… weil wir selbst entscheiden wollen, wen wir lieben, ob, wann und mit wem wir Sex haben.

… weil wir wollen, dass keine von uns abgewertet oder kriminalisiert wird, weil sie für Sex Geld nimmt.

… weil wir uns nicht länger vorschreiben lassen, was oder wen wir schön finden, wie wir auszusehen oder uns zu kleiden haben.

… weil wir so zusammenleben wollen, dass niemand behindert wird.

… weil wir nicht länger hinnehmen werden, dass Frauen und Queers* sexuelle Übergriffe erleiden oder ermordet werden.

… weil wir klar machen wollen, dass Gewalt nicht erst bei Schlägen anfängt, sondern bei verbalen Verletzungen, Bevormundungen jeglicher Art oder Isolierung von der Außenwelt.

… weil wir keinen Schutz vor Männern brauchen, sondern ein Ende jeder Gewalt. Jeder Angriff auf eine Frau ist ein Angriff auf uns alle!

… weil wir nicht länger hinnehmen wollen, dass Kriege täglich hunderte Menschen vertreiben und töten, vor allem im globalen Süden. Die deutsche Regierung, die Bundeswehr, sowie die Deutsche Wirtschaft mischen dabei vor allem mit Rüstungsexporten ordentlich mit.

… weil es nicht sein darf, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken und die, die es nach Deutschland schaffen, entrechtet, ausgegrenzt und angegriffen werden.

… weil wir uns gegen Lagerunterbringung, Abschiebungen und Behördenschikanen einsetzen.

… weil wir alle das gleiche Recht auf Gesundheitsversorgung, Bildung und Wohnraum haben.

… weil wir nicht länger zusehen, wenn weltweit die Natur derart zerstört wird, dass es unser aller Leben gefährdet. Deutsche Unternehmen sind verantwortlich für die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen in vielen Teilen der Welt. Der Frauen*streik ist auch ein Streik für die Erhaltung der Umwelt und die nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen für alle!

… weil wir uns gegen rechte Politik und den Aufstieg rechter Parteien und Bewegungen stellen.

… weil wir uns gegen Gesetze wehren, die uns ungleich machen, trennen und kriminalisieren.

… weil wir nicht länger in Frauen und Queers* mit oder ohne deutschen Pass, in Migrantinnen* und Deutsche, spalten und gegeneinander ausspielen lassen.

Wir bestreiken am 8. März unwürdige Zustände, indem wir

… nicht zur Arbeit gehen.

… die Hausarbeit liegen lassen.

… andere nicht umsorgen und nicht für alle mitdenken.

… nicht zur Schule, Berufsschule oder Hochschule gehen.

… uns versammeln, austauschen und Pläne für unsere Zukunft schmieden.

… solidarisch mit allen streikenden Menschen sind.

Wir werden uns gegenseitig dabei unterstützen, dass wir alle an diesem globalen Streik teilnehmen können. Unsere Aktionen sind vielfältig! Redet mit euren Kolleg*innen, Freund*innen, Nachbar*innen, Müttern, Großmüttern, Tanten und Schwestern! Werdet gemeinsam aktiv! Sammelt Euch, lernt einander kennen, hört einander zu! Lasst uns Streik-Komitees an allen Orten gründen! Dies ist der Beginn einer wachsenden Bewegung!

Wir sind

… viele sehr unterschiedliche Frauen und Queers* aus verschiedenen Kontexten. Wir haben unterschiedliche soziale und kulturelle Erfahrungen. Wir haben vielfältige Körper, Fähigkeiten und Lebensgeschichten. Manche von uns leben hier schon lange, manche von uns sind vor kurzem angekommen. Manche von uns gehen zur Schule oder sind in der Ausbildung, manche von uns sind von Hartz IV betroffen, manche von uns beziehen Sozialleistungen oder Rente, manche von uns erhalten gar nichts und viele arbeiten in verschiedenen Berufen. Was uns vereint ist die Kraft unsere entlohnte und nicht-entlohnte Arbeit niederzulegen!

Frauen und Queers* auf der ganzen Welt rufen: Wir streiken!

Schließ Dich an!

____________

*Mit dem Sternchen wollen wir zeigen, dass Geschlecht nicht einfach
feststeht, sondern dass es eine Vielfalt an Geschlechtsidentitäten gibt.
Dabei sehen sich nicht alle Menschen die als »Frau« angesprochen auch
als »Frau«.“

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